Impressionen aus der Normandie (F) Lustwandeln in Monets Bilder, aber in echt!

Das französische Küstenstädtchen Deauville ist im Sommer ein beliebter Treffpunkt von Hollywood-Stars und der Pariser Schickeria. Viel Kultur und Kunstgeschichte finden sich in unmittelbarer Umgebung.
Die weltberühmte Brücke Monets
© F1online Bildagentur

Die Brücke über den Seerosenteich auf Monets Anwesen in Giverny. 

Die Mischung von dezentem Stallgeruch, Meeresbrise und dem Duft der mondänen Welt macht den besonderen Charme von Deauville aus. Das Küstenstädtchen ist Zentrum des internationalen Reitsports wie auch Spielstätte des renommierten Festivals des amerikanischen Films, das jeden Sommer Hollywood-Stars an die französische Westküste lockt. In den gemütlichen Brasserien sitzen Gäste aus aller Welt bei einem Glas Cidre royale und Moules à la normande (à la Crème). Pariser flanieren der berühmten 653 Meter langen Strandpromenade Planches entlang, wo hübsche alte Umkleidekabinen die Namen der Schauspieler tragen, die Deauville schon besucht haben: Liz Taylor, Jack Nicholson, Salma Hayek u. a. Bei so viel Prominenz fehlt es nicht an exklusiven Hotels. Das erste Haus ist das «Normandy Barrière» mit seinem wunderbaren verspiegelten Salon und einem putzigen Apfelbaumgarten. Die beste Küche geniesst man im Hotel Royal neben dem Casino, wo sich Hautevolée und Glücksritter bei Blackjack oder am Roulettetisch treffen.

Prunkvolle Geschichte In der Normandie gibts mehrmals täglich gutes Wetter, heisst ein Sprichwort. Für die Zeit dazwischen bietet sich ein kultureller Ausflug ins Château du Champ de Bataille an. Der berühmte französische Innenarchitekt Jacques Garcia hat das Anwesen restaurieren lassen und einen Teil davon öffentlich gemacht. Nicht verpassen: den herrlichen Schlosspark.

Mittelalterliches Rouen Das Leben in der ehemaligen Residenzstadt der normannischen Herzöge geht heute einen beschaulichen Gang. Durchs Stadttor mit der berühmten grossen Uhr betritt der Besucher die hübsche Altstadt, flaniert durch schmale Gassen, vorbei an bunten Fachwerkhäusern bis zum Hauptplatz, wo Jeanne d’Arc 1431 auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Ein paar Gassen weiter befindet sich die imposante Kathedrale. Weltweite Berühmtheit erlangte sie durch den Impressionisten Claude Monet, der die gotische Prachtkirche zwischen 1892 und 1894 zu allen Tageszeiten und bei allen Wetterbedingungen gemalt hatte. Eines der rund 30 Gemälde hängt im Musée des Beaux-Arts, das eine eindrückliche Sammlung von impressionistischen Werken von Monet, Sisley, Degas und Renoir besitzt.

Monets Garten Eine Stunde von Rouen entfernt liegt der Weiler Giverny, wo sich der Maler 1883 niederliess und bis zu seinem Tod 1926 wohnen blieb. Im von ihm angelegten Garten befindet sich der Teich, den Monet in seinen weltberühmten Seerosengemälden verewigt hat. Auch wenn der Besucheransturm zu jeder Zeit gross ist, der prächtige Garten und die Kurzvisite durch das im Originalzustand erhaltene Landhaus lohnen den Abstecher.

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