Kinofilm: «La isla minima» (E) Falsche Fährten im spanischen Sumpf

Die Polizisten Juan (Javier Gutierrez) und Pedro (Raul Arevalo)
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Kalte Spur im heissen Andalusien: Die Polizisten Juan (Javier Gutierrez) und Pedro (Raul Arevalo) sind dem Mörder auf der Spur. Doch die Zeit wird knapp.

The Story Es beginnt mit einer Flugaufnahme, die ein verästeltes Sumpfgebiet in Andalusien zeigt. Auf dem Boden, wo von der Schönheit der Landschaft nicht mehr viel zu sehen ist, versuchen die Polizisten Juan und Pedro dem Verschwinden zweier Mädchen auf die Spur zu kommen. Nicht nur die brütende Hitze macht den Männern zu schaffen. Spanien hat gerade die Diktatur überstanden, der Demokratieprozess ist im Gange, doch in den Hotelzimmern hängt Francos Konterfei noch immer über den Betten. Dass auch Juan Faschist war, ahnt man bald. Ein hochspannendes Katz-und-Maus-Spiel entwickelt sich, in dem Juan und Pedro – und mit ihnen die Zuschauer – stets einen Schritt zu spät kommen.

Die Schauspieler Javier Gutierrez, 44, gibt dem Polizisten mit dunkler Vergangenheit eine vielschichtige Tiefe. Er wurde zu Recht mit einem Goya für den besten Hauptdarsteller belohnt. Raul Arevalo erhielt die Auszeichnung für die beste Nebenrolle.

Die Hammerszene Berührend und poetisch die Momente, in denen dem kranken Juan ein Eisvogel und ein Flamingo als Todesboten erscheinen.

Die Regie Der Film des Spaniers Alberto Rodriguez, 44, wurde dieses Frühjahr beim spanischen Filmpreis Goya mit zehn Trophäen ausgezeichnet.

Das Fazit Ein atmosphärischer Thriller mit packender Story, politischem Hintergrund und hervorragenden Schauspielern. Besser geht nicht!

Bewertung *****
Länge 104 Min
Regie Alberto Rodriguez
Kinostart 6.8.

 
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