«Anna Karenina» (GB) Leidenschaft, die Leiden schafft

Die Handlung Sie hat, wovon andere Frauen träumen: Schönheit, Reichtum, einen einflussreichen Mann, einen Sohn.
Im siebten Himmel: Scheren sich nicht um die Konventionen der russischen Oberschicht: Anna Karenina (Keira Knightley) und Graf Wronski (Aaron Taylor-Johnson).
Im siebten Himmel: Scheren sich nicht um die Konventionen der russischen Oberschicht: Anna Karenina (Keira Knightley) und Graf Wronski (Aaron Taylor-Johnson).

Angesehen in der St. Petersburger Gesellschaft, geniesst Anna Karenina das komfortable Leben der russischen Oberschicht. Als sie von ihrem (zu) lebenslustigen Bruder nach Moskau gerufen wird, um dessen Ehe zu kitten, trifft Anna im Zug den hübschen Grafen Wronski. Wenig später begegnen sich die beiden auf einer Moskauer Gesellschaft wieder – und verfallen einander. Obwohl Anna Karenina ihre Familie, ihr Ansehen und ihre Gesellschaftsstellung verliert, kann sie nicht anders, als mit Wronski durchzubrennen.

Der Cast: Keira Knightleys aufmüpfige Schönheit kommt nie so gut zur Geltung wie in den Korsagekleidern der Kostümfilme. Das neue Gesicht am Hollywood-Himmel: Aaron Taylor-Johnson («Savages»). Leider spielt er den (warum bloss?) blondierten Wronski blutleer. Vom gut aussehenden Jude Law ist in der Rolle des Karenin nicht mehr viel übrig.

Der Hintergrund: Leo Tolstois gleichnamiger Roman von 1878 wurde unzählige Male verfilmt. Das erste Mal 1927 mit Greta Garbo in der Hauptrolle.

Das Fazit: Das kann nur der Film: Bühne und Leben in einem grossartigen Bilderrausch vereinen. Wer Kostümfilme mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Übrigens: Das überzeugendere Liebespaar sind Lewin und Kitty. Ihre gegenseitige Liebeserklärung ist die schönste Szene und eine der reizvollsten der Filmgeschichte.

 

Bewertung: * * * *
Länge: 130 Min.
Regie: Joe Wright
Kinostart: 6.12

 

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