«L'intrepido» (I) Menschlichkeit im Überfluss

L'intrepido
© Claudio Iannone / trigon film, HO

Antonio Pane ist ein Springer. Er kann kurzfristig dort eingesetzt werden, wo Not am Mann ist. Doch allen kann er nicht helfen.

 

 

Die Story: Ein italienisches Sprichwort sagt: «Buono come il pane» («Gut wie Brot») und bezeichnet damit einen gütigen Menschen. Pane ist auch der Nachname von Antonio, dem Protagonisten von «L’intrepido» («Der Unverzagte»). Antonio ist um die 40, lebt alleine in Mailand, hat einen Sohn, der am Konservatorium Klarinette studiert. Antonio Pane arbeitet bei einem Halsabschneider, seine Aufgabe besteht darin, dort einzuspringen, wo Not am Mann ist. So sieht man den arbeitslosen Lehrer als Bauarbeiter, Koch, Tramführer, Rosenverkäufer, in einer Wäscherei … Antonio beklagt sich nie, im Gegenteil, er bewahrt in jeder Situation Würde und Menschlichkeit. Doch auch er hat seine Grenzen.

Der Schauspieler: Der italienische Schauspieler, Drehbuchautor und Regisseur Antonio Albanese ist die ideale Besetzung für die weltfremde, duldsame, anständige und verständnisvolle Filmfigur.

Der Regisseur: Anfang der 1990er-Jahre wurden drei Filme des italienischen Regisseurs Gianni Amelio als «Bester Film» beim Europäischen Filmpreis ausgezeichnet. 1998 erhielt er für «Così ridevano» gar den Goldenen Löwen in Venedig.

Der Satz: «Es ist nicht schön, am Morgen aufzustehen und nicht zu wissen, was man mit dem Tag anfangen soll.»

Das Fazit: Ein melancholisches Märchen von einen Menschen, der in allem nur das Gute sieht. Zeitweise too much.

Bewertung ***
Länge 104 Min.
Regie Gianni Amelio
Kinostart 3.7.

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