«Maria de Buenos Aires» Melancholie & Leidenschaft

Maria de Buenos Aires

Ab in die Oper!

Musikalischer Leckerbissen
Auf der Bühne ein Fauteuil und ein Kühlschrank. Das kleine Orchester im Hintergrund leicht erhöht, das Badoneon spielt Luciano Jungman, am Piano Esteban Dominguez Gonzalvo (musikalischer Leiter). Die Musik setzt an, Maria de Buenos Aires (Christiane Boesiger) erscheint: rotes Kleid, Ledermantel und Hut. Sie beginnt zu singen: Von diesem Augenblick an ist man dem Zauber von Musik und Gesang machtlos ausgeliefert.

Ein Blick auf den Autor
Astor Piazzolla war ein argentinischer Bandoneon-Spieler und Komponist. Er schrieb über 300 Tangos und gilt als Begründer des «Tango nuevo». 1969 entstand «Maria de Buenos Aires», Piazzollas wichtigstes Werk. Es handelt vom Aufstieg und Fall einer Tänzerin in einer machistischen Gesellschaft und ist eine Liebeserklärung an den Tango.

Fünf Tänzerinnen und kein Tango
«Eine Story als solche gibt es nicht», sagt Regisseur Olivier Tambosi, «es gibt Seelenzustände.» Fünf Tänzerinnen – in teils witzigen Kostümen – gehen diesen Stimmungen nach. Ein Wermutstropfen: Es wurden keine Tango-Schritte einstudiert. 

Stadttheater Solothurn 
«Maria de Buenos Aires», Tango-Operita von Astor Piazzolla. Weitere Vorstellungen bis 3. April, Tel. 032 626 20 70, www.tobs.ch

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