Giorgio Morandi Meister des Stilllebens

Giorgio Morandi gehört zu den bedeutendsten italienischen Malern des letzten Jahrhunderts. Lugano würdigt sein Schaffen.
Der stille Sucher: Der Maler Giorgio Morandi in seiner Wohnung in Bologna.
Der stille Sucher: Der Maler Giorgio Morandi in seiner Wohnung in Bologna.

 Vasen, Karaffen, Dosen, Schälchen und immer wieder Flaschen: Giorgio Morandi (1890–1964) malt das, was in seiner unmittelbaren Umgebung liegt. Die Welt draussen interessiert ihn weniger. Bologna hat er kaum je verlassen, lediglich für die jährliche Sommerfrische in Grizzana Morandi. «Ich glaube, dass nichts abstrakter, unwirklicher sein kann, als das, was wir tatsächlich sehen.» Ein Leben lang wollte Morandi nicht das Sichtbare wiedergeben, sondern das, was er als Maler sah. Mit den bildnerischen Mitteln Form, Licht, Farbe und Raum. Stunden-, wenn nicht tagelang komponierte er seine Bilder, rückte die Gegenstände auf einem kleinen Tisch zurecht. Das Malen an sich ging dann recht schnell.

In der Schau werden die über hundert Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen und Radierungen von Giorgio Morandi den Werken zeitgenössischer Künstler gegenübergestellt. Verblüffend: die Modernität des Malers aus Bologna.

MUSEO D’ARTE Lugano TI.
Vom 10. 3. bis 1. 7., Di–So 10–18, Fr 10–21 Uhr
Tel. 058 - 866 72 14
Katalog CHF 43.50 
www.mdam.ch

 

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