Sammlung Hahnloser/Jaeggli in der Villa Flora Meisterwerke und Blumenpracht

Mit einem Zyklus von drei Ausstellungen soll die Villa Flora aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt werden und die einzigartige Sammlung Hahnloser/Jaeggli in neuem Glanz erstrahlen.
Bezaubernd: «La Flora», Gemälde des Franzosen Henri-Charles Manguin, 1912.
Bezaubernd: «La Flora», Gemälde des Franzosen Henri-Charles Manguin, 1912.

Kaum hat man die Villa Flora betreten, findet man sich im Salon wieder: ausgekleidet mit dunklem Holz, Vitrinen, Sofas, Tische, ein Flügel. An den Wänden viele Bonnards, dazwischen ein Selbstporträt von Paul Cézanne und ein Blumenstrauss von Odilon Redon. Im zweiten Zimmer, im «Raum der schönen Frauen», geht es hochkarätig weiter. Auffallend das vielleicht bekannteste Bild der Sammlung Hahnloser/Jaeggli: La Blanche et la Noire, 1913, von Félix Vallotton (siehe Bild). Der grüne Hintergrund soll die gleiche Farbe tragen wie die Wände im Atelier des Künstlers.

Ohne das Paar Hedy (1873–1952) und Arthur Hahnloser (1870–1936) wären diese Schätze niemals nach Winterthur gekommen. In der Villa Flora gingen in den Anfängen des 20. Jahrhunderts Kunstliebhaber wie Künstler ein und aus. Bis zum Tode von Arthur Hahnloser hatte das Ehepaar eine Sammlung von internationalem Wert aufgebaut, deren Kernstück zahlreiche Werke von Bonnard, Vallotton und Vuillard bildeten.

1980 schlossen sich die Nachkommen von Hedy und Arthur Hahnloser zusammen und gründeten eine Stiftung zum Erhalt des wertvollen Erbes. Damals wurden 13 Werke in die Stiftung eingebracht, mittlerweile besitzt sie 93 Gemälde, 12 Skulpturen und 200 Grafiken, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden.

Nun, nach 30 Jahren, will die Hahnloser/Jaeggli-Stiftung ihre exklusiven Werke in einem neuen Licht zeigen. In drei aufeinanderfolgenden Ausstellungen wird dem Publikum die ganze Sammlung neu präsentiert.

Als Sahnehäubchen neben den Werkbeständen sind die schöne Villa Flora – zu Zeiten der Sammler ein Ort der Gastfreundschaft und des Gedankenaustausches – sowie der prächtige Garten zu erwähnen, der bereits Hedy und Arthur Hahnloser erfreute.

 

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