«Diplomatie» (D/F) Die wundersame Rettung von Paris

Paris ist vermint
© HO

Kann der schwedische Diplomat Nordling (u. r.) die totale Zerstörung der französischen Hauptstadt rechtzeitig verhindern?

Die Geschichte
Am 24. August 1944 ist Paris fest in der Hand der deutschen Besatzer. Doch die Alliierten sind bereits auf dem Marsch Richtung Hauptstadt. Der Gouverneur von Paris, General von Choltitz, ist vorbereitet. Hitlers Befehl war deutlich genug: «Paris darf nicht oder nur als Trümmerfeld in die Hand des Feindes fallen.» Das Schicksal der Stadt scheint besiegelt. Der Eiffelturm ist vermint, die Kathedrale Notre-Dame, der Louvre, Sacré-Coeur … Da taucht unverhofft der schwedische Konsul Nordling auf und setzt alle Kniffe der Diplomatie ein, damit Paris nicht in Schutt und Asche gelegt wird.

Die Regie
Der Deutsche Volker Schlöndorff, 75 («Blechtrommel», «Tod eines Handlungsreisenden»), hat zehn Jahre in Paris gewohnt. Die Verfilmung des historischen Stoffes basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Cyril Gély und ist eine Hommage an die Stadt seiner Jugend.

Die Schauspieler
Mit dem Franzosen André Dussollier (Nordling) und dem französischdänischen Schauspieler Niels Arestrup (von Choltitz) ist die Besetzung gelungen.

Die Hammerszene
Im Keller des Parlamentsgebäudes laufen die Sprengdrähte zusammen. An jedem hängt ein Foto mit dem zu zerstörenden Gebäude: Triumphbogen, Opéra, Eiffelturm, Sacré-Coeur ...

Das Fazit
Ein Kriegsfilm ganz ohne Blutvergiessen – das Historiendrama ist packend, die Wortgefechte sind überzeugend, obwohl ja der Ausgang des Duells von Anfang an klar ist. Für Parisliebhaber ein Muss.

Bewertung ****
Länge 84 Min.
Regie Volker Schlöndorff.
Im Kino.

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