Die frühen Jahre von Auguste Renoir Pure Lebensfreude

In seinen Anfängen bewegte sich Auguste Renoir zwischen Bohème und Bourgeoisie. Das Kunstmuseum Basel gibt einen Einblick in das Frühwerk des grossen Impressionisten.
Sommeridyll: «Femme à l’ombrelle dans un jardin», 1875/76 von Auguste Renoir.
Sommeridyll: «Femme à l’ombrelle dans un jardin», 1875/76 von Auguste Renoir.

«Maler des Glücks» wird Pierre-Auguste Renoir (1841–1919) auch genannt. Mit gutem Grund. Ob üppige Frauen in opulenten Kleidern, rotwangige Mädchen mit Schleifen im Haar, ausgelassene Sonntagsgesellschaften im Stadtpark oder pompöse Stillleben – in Renoirs Werken scheint immer Sommer zu sein. Die Bilder sind durchdrungen von Licht, leuchten in prächtigen Farben und zeigen meist gut gelaunte, ja fröhliche Menschen.

Das ist aber nur ein Teil seines immensen Schaffens. Weniger bekannt ist Renoirs Frühwerk. Dem widmet das Kunstmuseum Basel nun eine exquisite Schau. Mit rund fünfzig Gemälden, Porträts, Landschaften und Stillleben aus grossen Museumssammlungen aus aller Welt, zeigt die Ausstellung Werke aus seinen frühen Jahren bis hin zu den berühmten impressionistischen Gemälden

Bei einem seiner Aufenthalte in der Umgebung von Paris lernt Pierre-Auguste Renoir das Mädchen Lise Tréhot (1848–1922) kennen. Die beiden werden für sieben Jahre ein Liebespaar. In dieser Zeit steht ihm Lise Modell für eine Reihe wichtiger Werke wie «Die Dame mit dem Möwenhütchen» von 1868, das zur Sammlung des Kunstmuseums Basel gehört. Diese Werkgruppe bildet den Höhepunkt der Schau und zeigt die ganze Spannweite von Renoirs erstem Schaffensjahrzehnt. Präzis beobachtet der Maler sein persönliches Umfeld, Frau und Kinder, aber auch die bürgerliche Gesellschaft mit ihren Regeln, Statusansprüchen und Doppelbödigkeiten.

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