«A Late Quartet» (USA) Quartett mit Emotionen

Gerade als das weltbekannte Quartett The Fuge anlässlich seines 25-jährigen Bestehens ein neues Programm einstudieren will, schlägt die Diagnose Parkinson ein wie eine Bombe.
Seit 25 Jahren ein Quartett: Daniel (Mark Ivanir), Robert (Philip Seymour Hoffman), Peter (Christopher Walken) und Juliette (Catherine Keener).
Seit 25 Jahren ein Quartett: Daniel (Mark Ivanir), Robert (Philip Seymour Hoffman), Peter (Christopher Walken) und Juliette (Catherine Keener).

Peter, der betroffene Cellist, kündigt sofort seinen Abschied an. Die langjährigen Musikerkollegen reagieren unterschiedlich. Robert wittert seine Chance, er will mit dem ersten Geiger Daniel abwechseln, was dieser strikt ablehnt. Juliette, die Frau von Robert, ist erschüttert, dass ihr Mann von der Situation profitieren will und verachtet ihn dafür. Das Quartett droht vollends auseinanderzufallen, als Daniel den Ratschlag «Entfessle deine Leidenschaft» befolgt und mit Alexandra, der Tochter von Juliette und Robert, eine Affäre beginnt. Unterdrückte Emotionen, Eifersucht und alte, längst vergessen geglaubte Geschichten brechen hervor.

Die Besetzung: Was für ein Cast! Philip Seymour Hoffman – eben in «Master» als charismatischer Sektenführer zu sehen. Auch Catherine Keener («Being John Malkovitch») und Mark Ivanir («Schindler’s List») geben alles. Unübertroffen charismatisch: Christopher Walken als parkinsonkranker Cellist Peter.

Der Hammersatz: «Diese Fuge ist ganz emotionale Aufruhr – und ein Gebet.»

Die Regie: Regisseur und Autor Yaron Zilberman gelingt mit «A Late Quartet» ein starkes, emotional aufgeladenes Spielfilmdebüt.

Das Fazit: Viel Musik, grossartige Schauspieler, Emotionen pur. «A Late Quartet» ist ein Genuss – nicht nur für Musikliebhaber.

Bewertung: ****
Länge: 105 Min.
Regie: Yaron Zilberman
Kinostart: 28. 3.

 

 

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