«Petra – Wunder der Wüste» Schätze aus der Felsenstadt

Vor 200 Jahren wurde PETRA von einem Basler Patrizier wiederentdeckt. Das Antikenmuseum zeigt zum Jubiläum 150 Originalobjekte.
Magischer Ort: Die Felsenstadt Petra in Jordanien gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.
Magischer Ort: Die Felsenstadt Petra in Jordanien gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Gekleidet in einheimische Gewänder, fliessend Arabisch sprechend und mit Turban und langem Bart versehen, schreibt 1812 ein Basler Forschungsreisender Geschichte: Johann Ludwig Burckhardt entdeckt mit 28 in der Wüste Jordaniens die antike Felsenstadt Petra, deren Lage lange im Dunkeln lag. Eine Sternstunde der Archäologie. Die ehemals blühende Hauptstadt des grossen Reiches der Nabatäer war vor 2000 Jahren Knotenpunkt eines ausgedehnten Karawanennetzes und Schmelztiegel der griechischen, römischen und arabischen Kultur. Bis heute faszinieren die in den rötlichen Sandstein gehauenen Felsfassaden, die Prachtbauten und das ausgeklügelte Wasserleitungssystem und ziehen Besucher aus aller Welt an. Seit 25 Jahren graben auch Schweizer Archäologen in Petra, was der Zusammenarbeit mit der jordanischen Antikenverwaltung – und somit der Anzahl und Qualität der ausgestellten Originalobjekte – gewiss förderlich war.

Die Sonderschau «Petra – Wunder der Wüste» im Antikenmuseum Basel zeigt 150 Kunstwerke und Artefakte, eine eindrückliche Computeranimation, die die Ruinen der Stadt zu neuem Leben erweckt, 3-D-Modelle und verschiedene Videos. Gleichzeitig sind im eindrücklichen Basler Stadtpalais Haus zum Kirschgarten, dem Elternhaus von Johann Ludwig Burckhardt, prächtige Textilien, kostbarer Schmuck und Accessoires aus dem Orient ausgestellt.

Antikenmuseum Basel
Bis 17. 3. 2013, Di–So 10–17 Uhr (24.–26. 12, 31. 12., 1. 1. 2013 geschl.),
Tel. 061 201 12 12 (Führungen),
www.antikenmuseumbasel.ch,
Publ. CHF 48.–

Haus zum Kirschgarten Basel
Bis 7. 4., Di–Fr, So 10–17, Sa 13–17 Uhr,
Tel. 061 205 86 00,
www.hmb.ch

 

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