«MELANCHOLIA» (DK/F/D/I/S) Schöner Weltuntergang

Darum gehts Justine und Michael laden zum rauschenden Hochzeitsfest. Doch der Abend steht unter keinem guten Stern. Während die Gesellschaft ausgelassen feiert, wird die Braut von einer tiefen Schwermut befallen. Sie steigt in die Badewanne, während die Gäste mit der Hochzeitstorte warten.
Banger Blick zum Himmel: Von wegen, alles Gute kommt von oben - ein Planet rast auf die Erde zu.
Banger Blick zum Himmel: Von wegen, alles Gute kommt von oben - ein Planet rast auf die Erde zu.

Später betrachtet sie im Garten den Planeten Melancholia, der sich in beachtlichem Tempo der Erde nähert. Das Fest endet in einem Fiasko. Nach den Hochzeitsgästen schickt Justine auch Michael zum Teufel. Schwester Claire kümmert sich um die depressive Justine. Als klar wird, dass der Planet seine Bahn geändert hat, steht die ganze Familie unter Schock: Die Kollision mit der Erde steht unmittelbar bevor.

Die Stars Kirsten Dunst wurde für ihre Rolle als Justine in Cannes ausgezeichnet. Nicht weniger überzeugend: Charlotte Gainsbourg (Claire). Herrlich fies: Charlotte Rampling als Brautmutter.

Die Hammerszenen Der ganze Film ist ein einziges Fest für die Augen. Unvergesslich: Wie Claire mit ihrem Sohn auf den Armen über den versumpften Golfplatz watet. Und die Verbildlichung der Melancholie: Justine, die sich in Zeitlupe durch die Nacht schleppt, das Brautkleid von kiloweise grauem Garn behängt.

Das Fazit Traumhafte Bilder für ein albtraumhaftes Szenario. Muss die Welt zugrunde gehen, dann bitte so.

Bewertung: * * * * 
Länge: 136 Min.
Regie: Lars von Trier
Im Kino.

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