Christoph Schreiber - Stillleben Sein oder Schein?

Vergänglichkeit des Lebens - skurrile, surreale Welten beherrschen die Werke von Christoph Schreiber. Bilder voller widersprüchlicher Emotionen und verzauberter Traumlandschaften.

Dass die Libelle unverfroren am Maul eines Fischs knabbert, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Fast schon glaubt man die leise Schadenfreude des Insektes zu spüren, seinem Todfeind endlich mal auf der Nase rumzutanzen. Doch Vorsicht. Das Werk heisst sinnigerweise «Trugschluss».

Ist also der abgehackte Fischkopf doch nur eine gut getarnte Falle? Sitzt das Insekt gar schon fest? Digitale Fotografien in der Manier klassischer Stillleben prägen die Arbeiten von Christoph Schreiber, 39. Doch der Zürcher ist nicht an der versteckten Moral der Vanitas-Thematik interessiert. Vielmehr bricht er mit gängigen Sehgewohnheiten und untersucht die Tragödien des Lebens.

Galerie Bob Gysin Zürich

Auch interessant