Buchtipp Spuren einer Schwangerschaft

Diese Bilder zeigen, was gerne verschwiegen wird: Eine Geburt verändert den Körper. US-Fotografin Jade Beall porträtierte Nackte Mütter und gibt vielen von ihnen ein Stück Selbstvertrauen zurück.
The Bodies of Mothers
© Jade Beall

Alexis, 32, zwei Kinder. 

Ein Porträt von Model Heidi Klum findet man in diesem Bildband nicht. Der Körper der vierfachen Mutter ist einfach ein bisschen zu perfekt dafür. Fotografin Jade Beall zeigt in ihrem neuen Buch «The Bodies of Mothers», wie die Realität für viele Mütter aussieht: Die Brüste sind schlaff, über den Bauch ziehen sich Schwangerschaftslinien oder eine Kaiserschnitt-Narbe. Jede der porträtierten Frauen geht anders mit ihrem neuen Körper um. Nina zum Beispiel, eine allein erziehende Mutter von zwei Töchtern, sagt, dass sie sich in ihrem Körper lange unwohl fühlte und es Zeit brauchte, bis sie sich wieder mit ihm angefreundet hat. Oder Heather, 27, die dank künstlicher Befruchtung vierfache Mutter ist. Für sie war es trotz übrig gebliebener Fettpolster kein Problem, sich unverhüllt vor der Kamera zu zeigen: «So ist mein Körper, das ist die Realität.» Die Idee für das Projekt hatte Fotografin Jade Beall nach ihrer eigenen Schwangerschaft im Jahr 2012. Sie wollte zeigen, dass man keinen mit Photoshop manipulierten Superkörper braucht, um sich fotografieren zu lassen – ihr Bildband ist der schönste Beweis dafür.

«The Bodies of Mothers», Jade Beall, erschienen bei Green Writers Press. Homepage der Fotografin: www.jadebeall.com

 
 
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