«Colori - I canti del Mondo»: La Lupa Tessiner Paradiesvogel»: Neues Programm von La Lupa

«Colori» heisst das neue Programm der in Zürich lebenden Künstlerin und Performerin La Lupa: ein heiter-tiefsinniger Mix aus Musik und Texten.
Auffallende Kleider. La Lupa zieht an, was ihr gefällt. Die goldenen Schuhe hat sie in Venedig gekauft.
© Willy Spiller, Barbara Graf Horka, Röbi Bösch, Brigitte Lattmann, HO Auffallende Kleider. La Lupa zieht an, was ihr gefällt. Die goldenen Schuhe hat sie in Venedig gekauft.

Das feuerrote Haar, die neckischen Hüte, die bunten, wallenden Kleider: Kaum jemand zieht in den Strassen Zürichs mehr Aufmerksamkeit auf sich als La Lupa, 66. Die Tessinerin aus dem Onsernonetal weiss sich gekonnt in Szene zu setzen. Auch auf der Bühne, wo sie mit Körpereinsatz und einer gewaltigen Stimme das Publikum schnell für sich einnimmt.

«Colori – I canti del mondo» oder «Farben – Gesänge der Welt» heisst das neue Programm, das auf «Mater» folgt. Es ist das 24. in über 35 Jahren Bühnenpräsenz. «Keine schnelle Produktion», sagt die Künstlerin und lacht aus voller Kehle. «Für die Texte habe ich über dreissig Bücher konsultiert, mich in Farbtheorien vertieft, Zitate aufgegriffen, Gedichte durchstöbert, nach Musikstücken und passenden Liedern gesucht.» Mit «Colori» setzt sich La Lupa alias Maryli Herz-Marconi erneut hohe Massstäbe. Wochen und Monate vergehen, bis das Puzzle aus Werken von Kandinsky, Goethe, Neruda, Ingeborg Bachmann, Eugenio Montale und Fabio Pusterla steht. Dazu Lieder, vorwiegend aus dem italienischen Sprachraum, und Neukompositionen von Querflötist Hieronymus Schädler. Das Verweben der unterschiedlichsten italienischen und deutschen Texte wie auch der musikalischen Einlagen ist seit fünfzehn Jahren Aufgabe des polnischen Regisseurs Michal Ratynski, der eine Zeit lang am Theater Neumarkt in Zürich tätig war. «Er ist ein Magier», schwärmt La Lupa. «Er weiss immer ganz genau, wie wir die einzelnen Teile zu einem Ganzen fügen können.» Dass sich nun La Lupa – ein Paradiesvogel, der kein schwarzes Kleidungsstück besitzt – für ein Programm rund um Farben entschieden hat, erstaunt nicht. Als Inspiration diente ihr der Regenbogen. Wie dort beginnt die Performerin mit Rot und hört mit Violett auf. «Alle Farben besitzen eine positive und eine negative Seite. So ist Rot die Farbe der Leidenschaft, aber auch die des Blutes.»

Theater Stok Zürich
Uraufführung 6. 3., weitere Daten bis 30. 3.
Tel. 044 251 22 80
Vorverkauf Jecklin Tel. 044 253 76 76
www.theater-stok.ch
www.la-lupa.ch

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