«Vielen Dank für nichts» (CH/D) Raubüberfall im Rollstuhl

Raubüberfall im Rollstuhl
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Titus, Valentin und Lukas (v. l.) wollen das Kruzifix verkaufen, um eine Waffe für den Überfall auf die Tankstelle von Marc zu kaufen.

Die Story: Valentin ist seit einem Snowboard-Unfall von der Hüfte an gelähmt und an den Rollstuhl gefesselt. Seine Mutter zwingt ihn, bei einem Theaterprojekt für Behinderte teilzunehmen, was ihn aber so richtig angurkt. Wie überhaupt sein ganzes Leben, die Heimleiterin, der spastische Mitbewohner Titus. Freude hat er nur an der schönen Pflegerin Mira (Anna Unterberger), die jedoch mit dem gut aussehenden Tankwart Marc liiert ist. Valentin will sich dafür rächen und beschliesst, mit seinen behinderten Freunden Titus und Lukas die Tankstelle zu überfallen.

Die Schauspieler: Das Trio im Rollstuhl ist hervorragend besetzt. Unglaublich die starke Präsenz der beiden mehrfach behinderten Nikki Rappl als Lukas und Bastian Wurbs als Titus. Bemerkenswert: Der Schweizer Joel Basman in der Rolle des Valentin.

Die Regisseure: Der Basler Oliver Paulus und der Deutsche Stefan Hillebrand arbeiten seit mehreren Jahren zusammen und konnten mit Filme wie «Wenn der Richtige kommt» (2003) oder «Wir werden uns wiederseh’n» (2006) Erfolge feiern.

Die Szene: Rüpelhaft rempeln die drei ungewöhnlichen Freunde mit ihren Rollstühlen Passanten in der belebten Fussgängerzone von Meran an. Köstlich die fast entschuldigenden Reaktionen der Betroffenen.

Das Fazit: Den beiden Regisseuren ist eine leichtfüssige und witzige Tragikomödie gelungen, ganz ohne Pathos. Angesichts des ernsten und brisanten Themas kein leichtes Unterfangen.

Bewertung ****
Länge 95 Min.
Regie Oliver Paulus, Stefan Hillebrand.
Kinostart 26. 6.

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