«MARGIN CALL» (USA) Vor dem freien Fall

Darum gehts: Bei einer umfangreichen Entlassungswelle muss auch der erfahrene Banker Eric Dale sein Pult räumen.
Markige Worte: Die nützen am Vorabend der Finanzkrise nichts mehr. Der Absturz ist vorprogrammiert.
© Praesens Film Markige Worte: Die nützen am Vorabend der Finanzkrise nichts mehr. Der Absturz ist vorprogrammiert.

Per sofort ist der Zugang zu seinem Computer gesperrt, das Handy abgestellt. Es gelingt ihm gerade noch, seinem Kollegen einen Memorystick mit hochbrisanten Informationen weiterzugeben: Tausende wertlose Papiere befinden sich im Besitz der Bank. Der Nachwuchsbanker Peter Sullivan entdeckt, dass der Verlust dieser Papiere längst den Wert der gesamten Bank übersteigt. Auch wenn sofort die obersten Bosse zusammengetrommelt werden und ein Notfallplan entworfen wird: Die Finanzkrise ist unabwendbar.

Die Starbesetzung
Kevin Spacey legt eine Glanzleistung vor. Trauert um seinen Hund, während seine Kollegen ihren Job verlieren. Wenig überzeugend: Demi Moore.

Der Hintergrund
«Margin Call» ist die Aufforderung des Brokers, Geld nachzuschiessen, um die Zwangsauflösung von Aktienfonds zu verhindern.

Die symbolträchtige Szene
Sullivan und seine Kollegen blicken vom Dach der Bank in die Tiefe der New Yorker Strassenschluchten. Der bevorstehende verheerende Absturz der Banken wird hier sicht- und fühlbar.

Das Fazit
Der starbesetzte Thriller vermittelt glaubwürdig die Panik der Broker am Vorabend der Finanzkrise. Allerdings sind die Figuren etwas gar klischeehaft gezeichnet.


Bewertung: * * * * 
Länge: 109 Min.
Regie: J. C. Chandor.
Im Kino.

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