Heiri Känzig Quintett Wenn Jazz auf Tango trifft

Sie sind Virtuosen auf ihrem Instrument: Heiri Känzig und Michael Zisman. Tun sie sich zusammen, entsteht ein spezieller Sound: zu geniessen auf der neuen CD «Paris–Buenos Aires».
Neue Klänge: Michael Zisman, Bandoneon, und Heiri Känzig, Bass, im Probelokal in Luzern.
Neue Klänge: Michael Zisman, Bandoneon, und Heiri Känzig, Bass, im Probelokal in Luzern.

Sie zählen zu den Besten ihres Fachs: der Bassist Heiri Känzig, 54, und Michael Zisman, 29, am Bandoneon. Begegnet sind sich die Musiker erstmals vor sieben Jahren. Seither stehen die beiden immer wieder gemeinsam auf der Bühne. Als Duo, aber hauptsächlich mit dem Heiri Känzig Quintett, dessen zweite CD «Paris–Buenos Aires» soeben erschienen ist. Schon der Vorgänger, «Buenos Aires», spannte 2009 den Bogen von Europa nach Argentinien. Ein Erfolgsrezept.

Bandoneon und Jazz, eine ungewöhnliche Kombination. Und doch, das Tango-Instrument fügt sich reibungslos in die Melodielinien von Bass, Flügelhorn, Schlagzeug und Klavier. Kein Wunder, hat Michael Zisman doch an der Swiss Jazz School in Bern studiert. Der Berner, der auch einen argentinischen Pass besitzt, fühlt sich deshalb im Jazz ebenso zu Hause wie im Tango. Bandleader Heiri Känzig stand schon mit vielen internationalen Grössen auf der Bühne, er ist begeistert vom Spiel des Bandeonisten. «Mich beeindruckt die kraftvolle Wehmut und die Beweglichkeit in seinem Spiel.» Zismans Einlagen mäandern durch die Stücke und geben dem melodiösen Sound von Känzigs groovigen Kompositionen eine einzigartige Note. «Das geht nur, weil Heiri das Rückgrat der Band ist. Er ist der Baumstamm, wir andern können uns auf die Äste rauswagen », sagt Michael Zisman mit einem Lächeln.

«PARIS–BUENOS Aires», Heiri Känzig Quintett
www.heiri kaenzig.ch, www.michaelzisman.com

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