Drei Mal Fotografie im Musée de l’Élysée Zeitdokumente auf Zelluloid

In Lausanne werben drei grosse Fotoausstellungen um die Gunst des Publikums: ein AUGENSCHMAUS der besonderen Klasse.
Spiessrutenlauf: Das Bild «American Girl in Italy» wurde 1951 von Ruth Orkin aufgenommen.
Spiessrutenlauf: Das Bild «American Girl in Italy» wurde 1951 von Ruth Orkin aufgenommen.

Die amerikanische Fotografin Ruth Orkin benennt ihre Aufnahme von 1951 American Girl in Italy (oben, gross). Mit erhobenem Haupt und trotziger Haltung bahnt sich die junge Frau ihren Weg durch die herumstehenden Männer. Alle Blicke gelten der jungen Schönheit. Ihre Kleidung und ihr Schuhwerk sind zeitlos, sie könnten auch von heute sein. Diese und weitere 120 noch nie in der Öffentlichkeit gezeigten Fotografien sind Teil der Ausstellung, die der wichtigen Sammlung von Howard Greenberg gewidmet ist. Der Galerist Howard Greenberg gehört seit über 30 Jahren zur New Yorker Fotografieszene. Seine über 500 Aufnahmen starke Sammlung umfasst die wichtigsten fotografischen Richtungen des letzten Jahrhunderts sowie herausragende Werke namhafter Fotografen wie Edward Steichen, Walker Evans, Berenice Abbott, Henri Cartier-Bresson (r.) oder Dorothea Lange (r.).

Die Ausstellung «Freaks, la monstrueuse parade» zeigt 50 Vintage-Prints aus der Sammlung des Zürchers Enrico Praloran. Die Stills stammen aus dem 1932 erschienenen Film «Freaks» des Amerikaners Tod Browning. Die Zirkusgeschichte wird von Schauspielern mit Behinderungen interpretiert (r.).

Die dritte Ausstellung, «Concept Car», umfasst vier Bildreihen von Luciano Rigolini. Der Tessiner sammelt Bilder von Gegenständen, die frei von jeglicher menschlicher Präsenz sind, um sie nachher in Bildobjekte zu verwandeln. Im Museum zeigt er Facetten des Themas Auto (r.). KATI MOSER

Musée de l’Elysée, Lausanne VD
Bis 6. 1. 2013, Di–So 11–18 Uhr, Tel. 021 316 99 11
www.elysee.ch, Katalog CHF 49.–

 

 

 

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