Zürcher Theater Spektakel auf der Landiwiese Kunterbuntes am Zürichsee

Fremdes und Vertrautes, Theater und Tanz: Das Zürcher Theater Spektakel gastiert wieder auf der Landiwiese. Und wie immer farbenfroh, aufregend und teilweise berührend.
Dakh Daughters
© Olga Zakrevska

Frech: Wo die Dakh Daughters auftreten, reissen sie das Publikum mit.

Auf der Zürcher Landiwiese am linken Seeufer wird in den letzten beiden Augustwochen zeitgenössisches Theater in all seinen Facetten zelebriert. Mittlerweile ist das Zürcher Theater Spektakel, das vor 36 Jahren ins Leben gerufen wurde, eine Erfolgsgeschichte. Heuer treten wieder zwischen 35 und 40 Theater- und Tanzgruppen oder Einzelkünstler aus der ganzen Welt auf. Sie zeigen scheinbar Vertrautes in ungewohnter Perspektive und verschaffen Einblicke in fremde Welten. Ebenfalls ansprechend ist die Umgebung, in die das Spektakel eingebettet ist: auf der einen Seite das Wasser, auf der anderen ein reiches Angebot an kulinarischen Köstlichkeiten. Und Bars. Gespielt wird an zehn unterschiedlichen Stätten, darunter auch auf einer gedeckten Open-Air-Bühne über dem See sowie in einer Werfthalle.

Dakh Daughters eröffnen am Donnerstagabend auf der Seebühne das diesjährige Zürcher Theater Spektakel (grosses Bild). Die Band besteht aus sieben Ukrainerinnen, alle ausgebildete Schauspielerinnen und hochbegabte Sängerinnen und Instrumentalisten. Musikalisch bedienen sich die Dakh Daughters kreuz und quer: Sie mixen ukrainische Folklore, französischen Rap, Klassik, Chanson und orientalische Rhythmen und singen gegen Unterdrückung und für unbedingte Freiheit. Politisch brisant ist auch «We Love Arabs» des israelischen Tänzers und Performers Hillel Kogan. Ertanzt wird die Geschichte eines Choreografen, der das Stück «Koexistenz» einstudiert und nicht um die Zusammenarbeit mit dem palästinensischen Kollegen (Adi Boutrous) kommt. Die Tanzperformance ist für den ZKB Förderpreis 2015 nominiert.

Mamela Nyamza und Nelisiwe Xaba gehören zu den spannendsten Choreografinnen Südafrikas. In ihren Solo-Performances greifen sie mit Witz und Klugheit Genderfragen auf. Um Sein und Schein geht es im jüngsten Stück von Martin Zimmermann, «Hello», sowie um poetischen Zauber und künstlerische Frische.

Zürcher Theater Spektakel
Zürich. 6.–23. 8. Vorverkauf Tel. 0900 325 325 (CHF 1.19/Min. ab Festnetz), www.starticket.ch

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