Shrek Forever After Zwischen Märchenland und Midlife-Crisis

Im vierten und letzten «Shrek»-Abenteuer lässt sich der grüne Oger auf einen Handel mit Rumpelstilzchen ein.
Lebensfreude: Shrek findet sich nach einem unfairen Deal in einer neuen Welt wieder.
© Universalpictures Lebensfreude: Shrek findet sich nach einem unfairen Deal in einer neuen Welt wieder.

Ein Giftzwerg reisst den grünen Tollpatsch aus der Midlife-Crisis: Rumpelstilzchen verspricht Oger Shrek, ihm ein wenig von seiner abenteuerlichen Vergangenheit zurückzugeben. Etwas von jener Zeit, als Shrek mit Prinzessin Fiona noch keine Kinder hatte und sich im Wald um das Märchenland von Far Far Away herumtrieb. Denn der Oger hat die Schnauze gestrichen voll vom Familienleben. Der Gezähmte langweilt sich tödlich. Eine Abwechslung ist deshalb dringend nötig. Im Gegenzug soll er Rumpelstilzchen einen Tag aus seinem Leben schenken.

Der Deal kommt zustande. Shrek findet sich in einer Art Paralleluniversum wieder, während Rumpelstilzchen – das sich Shreks Geburtstag ausgesucht hat – in eine Welt switcht, in die es so gar nicht reinpasst. Der vierte und letzte Teil des Dreamworks-Erfolgsmärchens «Shrek» kommt – standesgemäss für einen Animationsfilm im Jahr 2010 – in 2-D und 3-D daher. Dies sorgt visuell für einige Leckerbissen. Inhaltlich hat die «Shrek»-Serie, die 2001 begann, jedoch an Originalität eingebüsst. Zudem orientiert sich das Potpourri aus Märchenklassikern wie «Der gestiefelte Kater», «Pinocchio» oder eben «Rumpelstilzchen» zu stark an der realen Welt: An den Bäumen hängen «Wanted»-Plakate, Shrek nippt an Cocktail-Gläsern. In einem Fantasie-Land, wie Far Far Away eines ist, gäbe es sicher kreativere Sujets.

Mit der Erzählweise ist der Filmcrew um Regisseur Mike Mitchell hingegen ein kleiner Coup gelungen. Durch den heimtückischen Handel zwischen Shrek und Rumpelstilzchen spielt der Film auf mehreren Zeitebenen und wird dadurch gleichzeitig zum Sequel und zum Prequel, also zur Fortsetzung und zur Vorgeschichte. Das hat für den Zuschauer höchsten Unterhaltungswert. Auch die Drehbuchautoren glänzen zwischendurch mit witzigen und treffenden Sätzen.

Deshalb macht der Film Spass:

  • Die 3-D-Animation lässt das Publikum in die «Shrek»-Welt eintauchen.
  • Die Erzählstruktur ist attraktiv und sorgt für einige Überraschungen.
  • Auch der letzte «Shrek» hat überdurchschnittlich gut geschriebene Dialoge.


Bewertung: ***
Länge: 93 Min.
Regie: Mike Mitchell
Stimmen: M. Myers, E. Murphy, C. Diaz.
Start: 7. 7.

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