Maserati Quattroporte Maserati zeigt Grösse

Bis 2015 will Maserati seine Verkäufe VERZEHNFACHEN. Den ersten Schritt auf diesem ambitiösen Weg macht die italienische Luxusmarke mit der Lancierung des klar gewachsenen Quattroporte.
Gigantisch: Mit seinem riesigen Kühlerschlund scheint der auf 5,26 Meter Länge angewachsene Maserati Quattroporte den Asphalt regelrecht aufzufressen.
Gigantisch: Mit seinem riesigen Kühlerschlund scheint der auf 5,26 Meter Länge angewachsene Maserati Quattroporte den Asphalt regelrecht aufzufressen.

Nicht nur mit dem neuen Quattroporte hat Maserati-Chef Harald J. Wester, 54, Grosses vor: «Bis 2015 wollen wir weltweit 50 000 Fahrzeuge verkaufen.» Möglich macht dieses ambitiöse Ziel neben der Finanzspritze des Fiat/Chrysler-Konzerns von insgesamt 1,45 Milliarden Franken ein klarer Ausbau der Modellpalette. Der Maserati-Chef rechnet vor: «Mit unserem Modellmix decken wir momentan weltweit rund 20 Prozent des Luxusmarktes ab. Mit Neuheiten wie der viertürigen Nobellimousine Ghibli 2013 und dem SUV Levante 2014 und einem Luxussportler als Ersatz sowie einem weiteren Modell als Ergänzung des Modellmix werden wir dann 100 Prozent des Marktes abdecken.» Vor allem im asiatisch-pazifischen Raum, wo Maserati zuletzt gegenüber 2005 um nicht weniger als 42 Prozent zulegte, sieht Wester noch grosses Verkaufs- und Wachstumspotenzial. Ideal auf die luxus- und prestigebegeisterten Asiaten zugeschnitten ist auch der um stattliche 20 Zentimeter auf 5,26 Meter angewachsene Quattroporte. Damit stösst die luxuriöse Limousine zwar in neue Dimensionen vor, wurde aber dank diversen Alu- und Magnesium-Bauteilen dennoch bis zu 100 Kilo leichter. Was sich – zusammen mit der präzisen Lenkung und der 8-Gang-Automatik – auch positiv aufs Fahrverhalten auswirkt. Die grosse Sportlimousine fährt sich jedenfalls erstaunlich agil und handlich. Für standesgemässen Vortrieb sorgen unter der langen Haube mit dem riesigen Kühlerschlund ein 3,0-Liter-V6 oder ein 3,8-Liter-V8. Beide Aggregate glänzen dank Twinturbo mit sehr linearer und äusserst souveräner Leistungsentfaltung. Dabei faucht der Italiener – auch im Sport-Modus – längst nicht mehr so aggressiv wie zuvor und unterstreicht damit den gediegenen Charakter. «Übrigens», verrät Wester, «werden wir ab Sommer den V6 nicht nur mit Hinter-, sondern auch mit Allradantrieb anbieten. Das ist doch gerade für die Schweiz interessant», meint er schmunzelnd.

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