Nik Hartmann Nachgefragt

«SF bi de Lüt»-Gastgeber Nik Hartmann, 38, lebt diese Woche für die Spendenaktion «Jeder Rappen zählt» in einer Glasbox auf dem Bundesplatz in Bern.
Moderator in Spendelaune: Nik Hartmann, 38.
© Kurt Reichenbach Moderator in Spendelaune: Nik Hartmann, 38.

Schweizer Illustrierte: Herr Hartmann, Sie sind wieder in der Glasbox. Ist es eine glückliche Rückkehr?
Nik Hartmann: Definitiv. Was für ein hyperaktives Kind der Boxsack, ist für mich die Glasbox. Da kann ich mich richtig ausleben. Härter wird die Woche für meine Frau Carla: allein zu Hause mit unseren drei Buben!

Für Sie wird es auch hart. Sie fasten in dieser Zeit. Wie viele Reserven haben Sie sich angefuttert?
Dank den Grittibänzen, diversen Weihnachtsessen und dem Samichlaus wiege ich sicher zwei bis drei Kilos mehr. Aber ich getraue mich nicht, auf die Waage zu stehen.

Was machen Sie dieses Jahr anders?
Ich putze mir öfter die Zähne, denn vom Fasten kriegt man Mundgeruch.

Sie wollen also, dass Ihre Boxen-Gspänli Sie gut riechen können?
Natürlich. Dafür habe ich sogar noch einen energetischen Duftmix dabei, den mir eine Drogistin geschenkt hat. Aber ehrlich gesagt stinkt der ein bisschen.

Muss «Jeder Rappen zählt» ausgerechnet in der Spendenzeit vor Weihnachten stattfinden?
Die Aktion ist Teil eines internationalen Konzepts und soll in der stimmungsvollsten Zeit des Jahres stattfinden. Die Menschen sind jetzt emotionaler und wollen schenken, das passt einfach.

Andere Hilfswerke wie zum Beispiel Helvetas und Caritas sind über diesen Termin mitten in der Adventszeit nicht glücklich.
Das habe ich zur Kenntnis genommen. Es ist aber so, dass sie durch «Jeder Rappen zählt» viel Geld erhalten.

Tatsache ist doch, dass die Aktion fast die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht. Aber die Spendenaufrufe anderer Hilfswerke gehen doch nicht vergessen! Jede Organisation, die ein Projekt führt, das Gutes für Kinder im Krieg tut, hat beste Chancen, einen Teil unserer Spendengelder zu erhalten. Zudem geht es für mich nicht darum, dass ein einzelnes Hilfswerk profitiert – die Menschen brauchen unsere Unterstützung.

Wie viel spenden Sie eigentlich selbst?
Meine Familie ist spendierfreudig – und zwar querbeet. Damit meine ich natürlich meine Frau und mich. Meine Kinder dürfen ihr Sackgeld selbstverständlich für sich ausgeben.

 

 

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