Carlo Janka Nachgefragt

Riesenslalom-Olympiasieger Carlo Janka, 23, über das geplatzte Treffen mit King Roger in Wimbledon.
Carlo Janka bleibt Federers Fan.
© Fabienne Bühler Carlo Janka bleibt Federers Fan.

Schweizer Illustrierte: Sind Sie immer noch Fan von Roger Federer?
Carlo Janka: Klar, wieso denn nicht?

Ihr gemeinsamer Sponsor, Rolex, hatte in Wimbledon eine Begegnung arrangiert. Aber Federer hatte nach seiner Niederlage keine Lust mehr, sich mit Ihnen zu treffen.
Kein Problem. Ich dachte mir gleich nach dem Matchball, dass es nun wohl nichts wird. Nach einer Niederlage hat man als Sportler wenig Lust, Hände zu schütteln.

Sind Sie da gleich wie King Roger?
Absolut. Deshalb bin ich immer noch ein Fan von ihm. Wenn ich ein grosses Rennen verhaue, bin ich für den Rest des Tages auch nicht ansprechbar. Meist bin ich erst am nächsten Morgen wieder «normal». Aber dafür habe ich in Wimbledon mein grosses Vorbild, Hermann Maier, getroffen. Mit ihm habe ich dann länger geredet, das war ein guter Trost.

Dabei hatten Sie Federer extra noch ein Geschenk mitgebracht.
Ja, ein paar Atomic-Ski für seine Zwillinge Myla Rose und Charlene Riva (bald 1). 70 cm, das war die kleinste Grösse. Aber die Ski hat er selbstverständlich trotzdem erhalten, auch ohne persönliches Treffen.

Würden Sie den Zwillingen denn als Skilehrer zur Verfügung stehen?
(Lacht.) Sicher doch!

Was hat Sie eigentlich mehr enttäuscht: die Niederlage von Federer oder das Ausscheiden der Fussball-Nati an der WM?
Beides etwa gleich. Bei der Nati ist es sehr schade, dass sie die gute Ausgangslage nicht nutzen konnte. Aber ehrlich gesagt, ich hatte es befürchtet.

In Scuol feierten Sie am Samstag eine Premiere: Im Hotel Belvedere servierten Sie den Gästen ein Dessert. Wie kams dazu?
Die Firma GFC Sports Management, die mich betreut, hatte zum Jahresfest geladen. Kochen war eine der Team-Aufgaben. Und es hat sich kein Gast beschwert (lacht).

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