Urs Meyer Nachgefragt

Urs Meyer, 68, aus Herisau ist Tätschmeister in der neuen SF-Serie «Die Alten kommen!».
Urs Meyer: In den 60ern spielte er in einer Boygroup.
© SRF Urs Meyer: In den 60ern spielte er in einer Boygroup.

Schweizer Illustrierte: Herr Meyer, seit Freitag sind Sie Fernsehstar. Weshalb machen Sie mit bei «SF bi de Lüt – Die Alten kommen!»?
Urs Meyer: Ich liebe solche Projekte. Sie halten mich geistig beweglich. Meine Aufgabe ist, mit meinen fünf OK-Kollegen innert acht Wochen eine Show mit dem Motto «Back to the Sixties» auf die Beine zu stellen. Das weckt tolle Erinnerungen.

Wie waren Ihre wilden Jahre?
Oh, wir feierten rauschende Partys in der Garage, spielten in einer Band und rauchten wie verrückt. 1962 lernte ich meine Frau kennen, 68 heirateten wir.

Sie spielten in einer Band? Hatten Sie Groupies?
Natürlich! Wir gründeten die Old College Band damals als Schüler am Kollegium Schwyz. Mädchen waren dort noch keine zugelassen. Wir traten vor allem auf, um draussen welche kennenzulernen.

Und die Mädels bissen an?
Und ob. Das Fräulein, das immer in der ersten Reihe stand – übrigens auch wenn ich Fussball spielte –, wurde meine Frau.

Welcher Song spielt in Ihren Ohren, wenn Sie an die 60er denken?
«Yesterday» von den Beatles.

«Die Alten kommen!» – gab der Titel dieser Sendung nicht zu reden?
Der Vorschlag kam vom Fernsehen. Wir waren im OK einstimmig dafür – weshalb auch nicht? Alt sind wir, auch wenn wir uns vielleicht nicht so fühlen.

Ist 80 das neue 60?
Wenn Sie so wollen, schon. Ich liess mich nach meinem 63. Geburtstag pensionieren und habe den Schritt kein einziges Mal bereut. Jetzt halten mich meine fünf Enkel jung und das Skifahren und Wandern. Mein Vater wurde 80 – die guten Gene sollte ich also haben.

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