Schon gefahren: Den neuen Range Rover Nobler Sand Rover

Don’t change it, just make it better – nichts ändern, nur verbessern: So lautete die Devise bei der Entwicklung des neuen Range Rover. Das Resultat: eine gelungene Neuauflage des Klassikers.
Multitalent. Ob im Sand, auf Schnee oder herkömmlich auf der Strasse, der neue Range Rover kommt mit jeder Unterlage klar. Dabei helfen Allradantrieb, hohe Bodenfreiheit und clevere Elektronik.
Multitalent. Ob im Sand, auf Schnee oder herkömmlich auf der Strasse, der neue Range Rover kommt mit jeder Unterlage klar. Dabei helfen Allradantrieb, hohe Bodenfreiheit und clevere Elektronik.

Das Image des Range Rover ist klar definiert: Die Burg auf Rädern steht über dem restlichen Strassenverkehr, nicht nur optisch. Der neue V8-Diesel, der seine imposanten 700 Nm leise, aber bestimmt einsetzt, passt gut in dieses Bild. Im Schnitt gönnt er sich mit 11,4 l/100 km zwar mehr Sprit als vom Werk versprochen (8,7 l/100 km), doch auf langen Autobahnreisen fällt der Verbrauch deutlich unter 8 Liter. Lange Reisen sind sowieso die Königsdisziplin des Briten. Hohe Sitzposition, gute Geräuschdämmung und das hohe Gewicht geben dem Fahrer das Gefühl, in einer eigenen Welt zu sein. Eine gelassene Welt, in der man stets die Kontrolle hat. «Command Driving Position» heisst das bei Range Rover und wurde ursprünglich entwickelt, um dem Fahrer bei schwierigsten Verhältnissen im Gelände optimale Übersicht zu verschaffen.
Auch im Grossstadt-Dschungel gefällt die gute Übersicht und macht das Leben mit den gigantischen Abmessungen erträglicher. Hinzu kommen Kameras. Wie in der Londoner Innenstadt ist auch beim Range Rover jeder Winkel mit Kameras überwacht, deren Bild man sich auf dem Navi-Monitor anzeigen lassen kann. Eine Spielerei, die man schnell schätzen lernt, wenn man durch enge Parkhäuser und verwinkelte Einfahrten manövriert. Glücklicherweise ist der Range Rover der vierten Generation aber kein weichgespülter Boulevard-Kreuzer. Denn er soll, so die Entwickler, überall eine gute Figur machen. Abseits befestigter Pfade hilft ihm dabei die ausgeklügelte Elektronik, das um rund 400 Kilo reduzierte Gewicht und die höhenverstellbare Luftfederung. Sollte die Zufahrt zum Luxushotel also durch einen bis zu 90 Zentimeter tiefen Wassergraben versperrt sein, ist das für den Range Rover kein Hindernis. Ein Hindernis ist schon eher der Preis. Unter CHF 115 900.– (3.0 TDV6) geht beim Neuen gar nichts.

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