Abenteuer Botswana: Unterwegs im Okavango-Delta Pirschfahrten unter Afrikas weitem Himmel

Das Okavango-Delta in Botswana ist ein eigener Mikrokosmos und gehört zu den Tierreichsten Gebieten Afrikas. Luxuriöse Camps mitten in der Natur locken mit aufregenden Safaris.
Afrika
© Michael Poliza

Sonnenuntergang im Okavango-Delta Sonnenauf- und -untergänge zaubern die schönsten Stimmungen.

Das Abenteuer beginnt gleich nach der Landung in Maun. Per Kleinflugzeug heben wir ab Richtung Abgeschiedenheit und Wildnis. Unter uns zeichnen die Wasseradern des Okavangos abstrakte Bilder von unglaublicher Schönheit. Der Flug bis Sanctuary Stanley’s Camp dauert knappe 20 Minuten.

Begrenzte Touristenzahl Das Okavango-Delta im Nordwesten Botswanas ist das grösste Binnendelta der Welt. Der Okavango, auch als «Fluss, der nie das Meer findet» beschrieben, kommt aus dem Hochland von Angola und trifft auf die Kalahari. Das Delta besteht aus einem System von Sümpfen, Lagunen, Wasserläufen und Inseln. Hohe ökologische Standards wurden beim Bau der luxuriösen Camps angewendet. Doch der grösste Luxus ist die begrenzte Zahl der Touristen.

Pirschfahrten ins Naturparadies Mit einem offenen 4×4-Geländewagen fährt man frühmorgens und am späten Nachmittag auf die Pirsch. Unerlässlich dabei sind Feldstecher und Fotoapparat. Aber auch offene Sinne, um auch die kleinsten Details in sich aufzusaugen. Kein Wunder daher, dass man hungrig ins Camp zurückkehrt und nachts wie ein Bär schläft. Wenn nicht ein brüllender Löwe einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.

Big Five & Co. Eine Garantie, die Big Five (Elefant, Spitzmaulnashorn, Büffel, Löwe und Leopard) zu sehen, gibt es auch hier nicht, doch die Chancen sind gross. Unbeschreiblich das Glücksgefühl beim Anblick eines lässig daliegenden Leoparden im Geäst, Respekt vor dem gähnenden Löwen drei Meter vom Wagen, Spannung bei der Verfolgung einer dahintrottenden Nashornfamilie. Nicht minder schön sind die Giraffengrüppchen, die Affen mit Babys im Huckepack, die nervös aufhorchenden Impalas, die Zebras, Hyänen und Wildhunde. Und die um die Wette zwitschernde Vögel.

Sanctuary Stanley’s Camp Das Besondere am schönen Camp, das aus acht klassischen Safarizelten besteht, ist das «Elephant Interaction»-Angebot. Während ein paar Stunden spaziert man mit dem gebürtigen Amerikaner Doug und seine drei Elefanten durchs hohe Gras und erfährt dabei alles über diese sympathischen Dickhäuter.

Sanctuary Chief’s Camp Das Camp ist eines der bekanntesten im Okavango-Delta und liegt im exklusiven, privaten Mombo-Konzessionsgebiet im Moremi-Wildreservat. Luxuriös die zwölf Zelte, hervorragend das Essen, wunderbar die Betreuung: ein perfekter Ort, um über Afrikas faszinierende Tierwelt zu staunen.

Check-in
Anreise Ab Oktober fliegt Edelweiss Do/Sa nach Kapstadt. Neu: Economy Max mit 15 cm mehr Beinfreiheit (Zuschlag CHF 250.– pro Weg) und Fully-Lie-Flat-Sitze in der Business (www.flyedelweiss.com) Hotel in Kapstadt, zu empfehlen: 1 bis 2 Tage Kapstadt im 5*-Stadthotel The Westin, ab CHF 190.– (www.westincapetown.com) Anbieter Sanctuary Stanley’s & Chief’s Camp: private Safaris (www.privatesafaris.ch), Let’s go Tours (www.letsgo.ch), Sanctuary Retreats (www.sanctuaryretreats.com) Beste Reisezeit Trocken im Sept./Okt., sehr grün im April

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