Muottas Muragl: Die Sonnenterrasse im Engadin Berg der Schlittler und Schlemmer

Was für ein Geschenk zum 104. Geburtstag! Auf Muottas Muragl hat ein modernes Berghotel eröffnet. Mit viel Arve, gewaltigem Sonnendeck und einer Schlittelpiste. Auch Philosophen kommen auf 2456 Metern auf ihre Kosten.
Top of the World: Das Berghaus Muottas Muragl auf 2456 Metern wurde komplett umgebaut. Herrlich: der Blick auf Celerina und St. Moritz.
Top of the World: Das Berghaus Muottas Muragl auf 2456 Metern wurde komplett umgebaut. Herrlich: der Blick auf Celerina und St. Moritz.

Der Spruch ist fast so alt wie die historische Standseilbahn: «Wer das Engadin sehen will, fährt nach Muottas Muragl.» Tatsächlich: Der Blick auf die Berninagruppe und die Oberengadiner Seenlandschaft ist einmalig. Jetzt hält der Lifestyle Einzug auf dem Gipfel. Ein Sonnendeck mit raffinierten Loungemöbeln ist Mittelpunkt der kurz vor Weihnachten eröffneten Anlage. Nicht nur der «Mountain Dining»-Teil ist chic. Auch das Selbstbedienungsrestaurant La Scatla mit seinen Hochtischen und den Terrassenplätzen hat Charme.

Der Berg für alle: Den Bauherrn (Architekt war Gian Fanzun) ist eine Art Quadratur des Kreises gelungen. Markus Meili, CEO der Bergbahnen Engadin St. Moritz: «Der Zigarren rauchende Geniesser trifft auf den Hochleistungssportler. Die Seminarteilnehmer auf das Schulklassenlager. Einheimische auf ausländische Gäste.» Im 100-jährigen Berghaus auf dem Erlebnisgipfel über Pontresina ist der Wohlfühlfaktor für jeden hoch.

Die Geheimnisse des Kellers: Vor allem abends (bis 23 Uhr) kochen Roger Spiess und sein Team mit Ehrgeiz – es bleibt nicht bei Kalbskopf, Bratwurst und «Suurem Brate». Sogar Meergetier ist Trumpf. Und natürlich die Weinkarte. Spannend: The Big World. Grossflaschen von Bricco dell’Uccellone (3 Liter), Lynch Bages (6 Liter) und Gantenbein (9 Liter) würde man 2456 m ü. M. nicht erwarten.

16 magische Zimmer: Wer will, kann bleiben. Moderne, helle, wenn auch eher kleine Zimmer erwarten den Gast. Die Aussicht ist toll. Wer in der Suite wohnt, blickt vom Schaumbad aus in die Bergwelt. Der Preis ist heiss (für St. Moritz und Umgebung): Ab CHF 99.– pro Person schläft man auf dem Berg, Transport inbegriffen. Weitere Attraktion auf dem Gipfel: der «Philosophenweg» für einen 90-minütigen Marsch durch den Schnee (auch mit Schneeschuhen).

Helm auf! Mit der feuerroten Bahn zurück ins Tal ist nur halb so spannend wie mit dem Schlitten: 4,2 Kilometer lang ist die Rodelbahn. Sie führt durch 20 Kurven und 705 Meter in die Tiefe. Kein Kinderspiel: Nur ältere Kids dürfen hier auf die Piste. Helmtragen dringend empfohlen.

Check-in
Anreise: Standseilbahn Muottas Muragl, Einzelfahrt CHF 33.–.
Attraktives Angebot : DZ Palü ab CHF 110.– p. P. inkl. Frühstück und Bahnfahrt.
Essen & Trinken: Panorama-Restaurant und Terrasse, Self-Service-Bistro Scatla, Fondue- und Raclette-Stübli.
Winter-Hit: Schlitten können an der Talstation gemietet werden.
Sommer-Hit: Wanderung zur Segantini-Hütte, Aussichtspunkt und Sterbeort des Malers Giovanni Segantini.
Infos: www.muottasmuragl.ch

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