City-Hopping nach Berlin Die schönsten Oasen in der hippen Metropole

Ob Künstler, Partyvolk oder Kulturtouristen, alle wollen sie hin. Berlin ist der neue Hotspot. Dieses Frühjahr lohnt es sich besonders, die Stadt an der Spree zu besuchen.
der ehemalige Flughafen Berlins
© Handout

Der ehemalige Flughafen Tempelhof ist Berlins grösster Park. 

Schier endlose Weiten im Zentrum von Berlin? Nicht möglich. Doch, und wie! Und zwar auf dem Gelände des stillgelegten Flughafens Tempelhof. Rund 350 Hektaren gross ist das ehemalige Flugfeld, das mitten in der Stadt zwischen Kreuzberg und Neukölln liegt. Velofahrer, Jogger und Rollerblader flitzen über die acht Kilometer lange Startpiste, Kinder lassen Drachen steigen, Grossfamilien veranstalten Picknicks. Im Urban-Gardening-Bereich des grössten Parks der Stadt züchten Anwohner auf selbst gezimmerten Hochbeeten Salat, Rüebli oder Tomaten. Biogemüse, versteht sich.

Zum neuen Trendquartier mausert sich der Berliner Westen. Dazu beitragen will auch das neu eröffnete Shoppingparadies im denkmalgeschützten «Bikini-Haus», das zwischen Zoo und der Gedächtniskirche liegt. Popup-Stores junger Designer, Fotogalerien und hochwertige Lifestyle-Läden reihen sich aneinander. In den oberen Stockwerken des Gebäudes befindet sich das hippe Designhotel 25 Hours. Wer gern von Löwengebrüll geweckt wird, sollte die trendy gestylten Zimmer der Kategorie «Dschungel» wählen: Eine bis zum Boden reichende Fensterfront (inkl. Hängematte) gibt den Blick auf den Berliner Zoo frei. Die Monkey Bar und das empfehlenswerte Restaurant Neni trumpfen mit einer Panorama-Dachterrasse auf. Nicht verpassen!

25 Jahre nach dem Mauerfall erinnert die Stadt an das historische Ereignis. Veranstaltungen und Ausstellungen widmen sich den Zeiten des geteilten Berlin (Infos: www.visitberlin.de). Auch im Angebot: Radtouren auf dem Mauerweg, Besuche der ehemaligen Wachtürme, der East Side Gallery, eine Fahrt in den Osten in einem echten Trabbi. Wers erst im Herbst nach Berlin schafft: Entlang der ehemaligen Mauer wird eine Lichtinstallation als «Symbol der Hoffnung für eine Welt ohne Mauern» inszeniert (9. 11.)

Künstlerparadies Anfang des 20. Jahrhunderts war Paris das Kunstzentrum, später folgte New York – heute ist es Berlin. Künstler aus aller Welt kommen in die Stadt, Galerien folgen auf dem Fusse. Im Dreieck zwischen der Museumsinsel, dem Institut Kunstwerke und dem Galerienviertel in Mitte steht die Jüdische Mädchenschule. In den früheren Klassenzimmern zeigen Galerien zeitgenössische Kunst. Auch das ehemalige «Tagesspiegel»-Areal (Potsdammer-Str. 81) lohnt einen Abstecher. Zur Strasse hin verzaubern die Entwürfe der Hutmacherin Fiona Bennett, im Hinterhof haben sich Galerien (Blain Southern, Thomas Fischer, Svestka) und der Concept-Store Murkudis eingemietet. Für Kunstfans ein Muss: Ai Weiweis Ausstellung im Martin-Gropius-Bau (bis 7. 7.)

Anreise: Mit Air Berlin täglich ab Zürich
Designhotel: 25 Hours, DZ ab CHF 140.–, www.25hours-hotels.com
Kulinarisches: Vegetarisch «Cookies Cream» (Mitte), Spitzenkoch Tim Raues «La Soupe Popularie», alpenländische Spezialitäten in der «Meierei» (beides Prenzlauer Berg), Kieztouren: www.dasisstberlin.de
Kulturtipps: Berlin Biennale 29. 5.–3. 8., Sommerfest am Kulturforum, 14./15. 6., www.kultur forum-berlin.de
Nightlife: «The Pearl», «Dean», «Club Marx», «Kulturbrauerei»
Info: www.visitberlin.de

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