Lanzarote (E), die nördlichste Insel der Kanaren Blinde Krebse, guter Wein

Das günstige Klima macht Lanzarote zu einer Ganzjahres-Destination. Naturfreunde lieben die Insel im Atlantik genauso wie Sonnenanbeter, Sportler oder Geniesser.
Zaubergärten: Halbrunde Mauern schützen die Reben vor Erosion. Ein von Menschenhand erschaffendes Wunder.
Zaubergärten: Halbrunde Mauern schützen die Reben vor Erosion. Ein von Menschenhand erschaffendes Wunder.

Der Anblick der Weinberge im Anbaugebiet La Geria ist überwältigend. Inmitten der vulkanischen Kargheit breiten sich einzigartige Weingärten aus. Um jede Pflanze steht als Schutz vor den über die Insel fegenden Winden ein halbrundes Mäuerchen. Die Rebe wurzelt in Vulkanasche, die die Feuchtigkeit nachts wie ein Schwamm absorbiert. Die Mühe der Bauern wird durch hervorragende Produkte belohnt. So gilt der Weisswein aus Lanzarote als der beste der Kanaren. Die stylische Bodega Stratvs bei Yaiza lockt mit eigenen Produkten. Unbedingt probieren: den Malvasia seco (www.stratvs.com).

Ein Nationalpark der Superlative. Vulkane prägen das Gesicht von Lanzarote. Die 45 Minuten Busrundfahrt durch die atemberaubende Mondlandschaft des Nationalparks Timanfaya ist eines der schönsten Erlebnisse auf der Insel. Je nach Sonneneinstrahlung glühen die Krater und Lavafelder feuerrot, pechschwarz oder ockergelb. Da man in zehn Metern Tiefe bereits auf 600 Grad Celsius stösst, setzt das Restaurant El Diablo, das sich innerhalb des Parks befindet, diese natürliche Wärmequelle für seine schmackhaften Grilladen ein.

Runter in die Vulkanhöhlen. Bemerkenswert unter den Höhlen sind die Jameos del Agua, die sich im Inneren eines Vulkantunnels befinden. In einem unterirdischen See leben winzige, blinde Albinokrebse, die nur hier vorkommen. Besuchenswert ist auch die geologisch beeindruckende Cueva de los Verdes, wo an manchen Abende Konzerte aufgeführt werden.

Architekt der Insel. César Manrique (1919–1992), Künstler, Architekt und Visionär, hat Lanzarote massgeblich geprägt. Mehr über diesen «Gärtner der Insel» erfährt man in der Fundación César Manrique. Berühmt ist auch die Casa Omar – wo kurze Zeit Schauspieler Omar Sharif wohnte – mit Museum und schönem Restaurant (www.lag-o-mar.com).

Shopping & loungen. In Puerto del Carmen hat man alles: eine schöne Seepromenade, sandige Strände, lässige Shops («Fund Grube»), Restaurants und Bars. Zum Träumen wie gemacht: das Café La Ola mit Blick aufs Meer (Tel. 0043 928 59 61 26, www.cafelaola.com).

Check-in

  • Anreise: Direktflug mit Airberlin ab Zürich, mehrmals die Woche (www.airberlin.com)
  • Hotel Puerto Calero: NH Hotel Hesperia, grosszügige Anlage im Süden der Insel, vier Restaurants, schöner Spa (energiespendend: Klangmassage), DZ mit Frühstück ab CHF 125.– (www.hespe ria.com)
  • Restaurant: Puerto Calero: «Amura» (www.restauranteamura.com)
  • Schönste Strände: Papagayo, El Golfo, Puerto Calero
  • Shopping: Teguise: grosser Markt am Sonntag. Schöne Antiquitäten im Emporium (www.emporium.es). Puerto Calero: schicke Shops
  • Infos: www.tourspain.es, www.tourismolanzarote.com
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