Auf mittelalterlichen Spuren durch Frankreich Edle Bordeaux, ein «Döschwo» und viel Natur

Das Savoir-vivre wurde wohl hier erfunden: Rund ums Departement Lot-et-Garonne finden Feinschmecker, Weinliebhaber aber auch Naturverbundene, was Herz und Gaumen begehrt.
Auf Mittelalterlichen Spuren durch Frankreich
© Anina Rether

Ein Meisterwerk mittelalterlicher Architektur: Saint-Cirq-Lapopie am Lot.

Fast 100 Meter über dem Lot thront das mittelalterliche Dörfchen Saint-Cirq-Lapopie. Seine engen Gässchen, die Giebelhäuser und unzählige Künstler, die ihre Werke im Schatten der befestigten Kirche feilbieten, geben ein pittoreskes Bild, das wie aus der Zeit gefallen scheint. Was Wunder, dass der in einem Naturpark liegende Ort zu einem der schönsten Dörfer Frankreichs gekürt wurde und Besucher aus aller Welt anzieht.

In einer Flussschleife des Lot liegt das reizvolle Cahors. Einst ein wichtiges Finanzund Handelszentrum direkt am Jakobsweg gelegen, florierte die Stadt über Jahrhunderte. Davon zeugen die Wehrbrücke Pont Valentré, das historische Viertel oder die Kathedrale Saint-Etienne, die am Wochenende von Marktständen umgeben ist. Wer in einem der dortigen Cafés Rast einlegt, sollte die regionalen Weine kosten. Bei einem Glas Château Lamartine oder Haut Monplaisir lässt sich das südlich angehauchte Ambiente von Cahors noch mehr geniessen. Tipp: Der Abstecher auf den Mont Staint-Cyr wird mit einer atemberaubenden Sicht auf die Stadt belohnt.

Gaumenfreuden bietet die Region zuhauf. Den kulinarischen Ruhm verdankt sie aber den Enten, die hier allgegenwärtig sind. Ob Foie gras, Terrine oder Confit de Canard, frisch vom Hof schmecken diese Köstlichkeiten am besten. So auch im Museé du Foie Gras bei Frespech. Hier werden die Enten noch von Hand gefüttert, und eine hübsch gestaltete Ausstellung zeigt, dass schon die Ägypter Gänse und Enten zu schätzen wussten.

Das Château de l’Hoste in Saint-Beauzeil bietet sich als idealen Ausgangspunkt für Entdeckungsreisen an. Das Landschloss aus dem 17. Jahrhundert steht mitten in einem ruhigen Park und wird vom französischschweizerischen Hotelierpaar Eric und Lisa Trepp liebevoll geführt. Neben einem Gourmetrestaurant gibt es auch eine Weinbar mit Table d’hôte, wo Hotelgäste und Einheimische bei einfachen Spezialitäten und regionalen Weinen an einem Tisch sitzen. Wem das noch nicht genug Savoir-vivre ist: Mit dem 2CV («Döschwo») lässt sich die Gegend rund um die befestigten Dörfer Monflanquin und Monpazier auf urfranzösische Art erfahren. Das Tempo ist gemächlich, Sympathien sind einem gewiss.

Saint-Emilion liegt auf dem Weg nach Bordeaux. Das zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Dorf ist allerdings nicht nur für Weinliebhaber einen kleinen Umweg wert. Kulturinteressierte erfreuen sich an der eindrücklichen Felsenkirche, einer kleinen Einsiedlergrotte und dem gut erhaltenen Kreuzgang eines ehemaligen Franziskanerklosters.

Check-in:
Anreise
Ab Zürich zweimal pro Woche (Do, So) mit Helvetic Airlines Attraktives
Angebot «Art de Vivre en France» – 3 Nächte im DZ im Château de l’Hoste, inkl. Citroën 2CV und Picknick-Korb für 2 Tage, ab CHF 645.– p. P. (ohne Flug, individuelle Anreise von Bordeaux zum Hotel), zu buchen bei www.travelhouse.ch, Tel. 058 569 95 03
Ausflugstipp Musée du Foie Gras, Frespech, www.souleilles-foie gras.com (Juli und August jeden Freitagmorgen Bauernmarkt) 
Hotel Château de l’Hoste, DZ ab EUR 110.–, www.chateaudelhoste.com

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