Die Swiss hat ihre Airbus-Flotte Umgerüstet Business-Bett über den Wolken

LX016, Zürich–New York City. Manhattan ist immer eine Reise wert. Auch in der Business-Class? Die Swiss hat ihre Airbus-A330-300-Flotte umgerüstet, ist stolz auf die neuen 180-Grad-Betten. Ein Feldversuch.
Traumziel New York: Die Swiss setzt den neusten Airbus (A330-300) ein. Wohltuend besser in allen Klassen; vor allem die Business-Passagiere kriegen mehr fürs Geld.
Traumziel New York: Die Swiss setzt den neusten Airbus (A330-300) ein. Wohltuend besser in allen Klassen; vor allem die Business-Passagiere kriegen mehr fürs Geld.

Zuerst die Fakten – oder besser die Franken: Eco fliegt man für 816 Franken Richtung Big Apple («all year fares»). First sinds 13 970 Franken. Wer es also gerne etwas komfortabler mag und dennoch nicht im Lotto gewonnen hat, bucht ein Business-Ticket. Für 3842 Franken.

Bett im Himmel oder Himmelbett?
Die Swiss lockt mit neuen Liegen in die Business-Class. 180-Grad-Komfort, man fliegt vollständig horizontal über den Atlantik. Das war bisher das Privileg der First-Class-Passagiere. Die magische Taste für einen tiefen Schlaf liegt links unten auf dem Armaturenbrett: «Bed». Die Wirkung nach dem Knopfdruck ist enorm: Der Sitz stürzt in bemerkenswertem Tempo in die Tiefe; man schläft im Zweimeter-Luftkissenbett gewissermassen am Boden! Die Beine verschwinden in einer schmalen Öffnung unter dem Sitz des Vordermanns. Erster Eindruck: So muss es wohl im Sarg sein! Zweiter, nachhaltiger Eindruck: clever gemacht, ein gewaltiger Komfortsprung für die Langstrecke. Da ist die Swiss der Konkurrenz wieder mal voraus. Auch die Details stimmen: grosser Bildschirm für 22 Movies, 40 TV-Kanäle und Games, Stromanschluss für iPod und Compi. Gehts First-Class-Passagieren wesentlich besser? Sie schlafen eine «Etage» höher. Und sie kriegen ein prima Pyjama.

Das Menü vom Spitzenkoch. Wer über den Wolken nicht sofort «ins Bett» will, blättert in der gediegenen Menükarte. Wir haben Glück: 19-Punkte-Chef André Jaeger («Fischerzunft», Schaffhausen) ist «Koch des Monats». Er kennt die Tücken der Airline-Galleys, zügelt seine Fantasie zugunsten der Gelinggarantie. Das Balik-Lachstatar mit Wasabi war erfrischend, das Entenragout (mit Schokolade und Orange!) kräftig und gut. Den Wolfsbarsch mit Belugalinsen und Hoisin-Sauce hätten wir auch gerne probiert; er war bereits in Reihe 10 «ausverkauft». Ein Kompliment für den Koch. Swissness an Bord fehlt nicht: Es gibt den «Blick», einen perfekten Espresso aus der Nespresso-Maschine, zum Film eine Glace von Mövenpick und vor der Landung eine Bratwurst mit Bürli. Den Wein hat wohl eher der Controller denn der Sommelier besorgt: Der Clarendelle 2005, gemäss Bordinformation von einem «Prinz Robert von Luxemburg», ist keine feste Grösse im Bordeaux. Dann doch lieber den Schaffhauser Badwy 2010, ein frischer Blauburgunder aus Bad Osterfingen.
 

Check-in
 

  • Anreise Swiss fliegt viermal täglich von Zürich und Genf nach New York JFK. Ab 31. März 2012 kommt ein fünfter Flug dazu: Zürich–Newark, im Airbus mit drei Klassen
  • Tarif Aktionen beachten! Business-Spezialangebote ab CHF 3170.–, Eco-Tickets gibts mit etwas Glück für CHF 600.–
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