Wochenende in Neapel Caruso & San Carlo

Lust auf 48 Stunden Lebensfreude? Die Swiss fliegt nach Neapel. Zu San Paolo (Fussball). Zu San Carlo (Oper). Und ins Grand Hotel Vesuvio: Das Rooftop-Restaurant ist Caruso gewidmet. Den Bellini gibts in der neuen «Sky Lounge».
Caruso & San Carlo
© HO

Die Nummer 1 in Neapel «Vesuvio», ein klassischelegantes Hotel mit Sicht auf den Golf und den Bootshafen.

Picasso stieg hier ab, Grace Kelly, Julia Roberts und Claudia Schiffer ebenfalls. Aber den nachhaltigsten Eindruck hat wohl Jahrhundert-Tenor Enrico Caruso hinterlassen. Er ist der berühmteste Sohn dieser lebensfreudigen Stadt – und das berühmteste Hotel widmete ihm sein schönstes Restaurant: «Caruso Roof Garden» im Grand Hotel Vesuvio, auf der neunten Etage, mit Traumsicht auf den Golf von Neapel. Passt: Caruso war ein begeisterter Koch. Und bezeichnete dieses «Leading Hotel of the World» als seine zweite Wohnung.

Sky Lounge & Via Partenope. Das «Vesuvio» (Baujahr 1882, liebevoll renoviert, 160 Zimmer ab 290 Euro) liegt ideal. Die Via Partenope ist Fussgängerzone, Trattorien und Ristoranti gibts im Dutzend. Gute Küche ist garantiert: Keiner wagts, in Neapel eine schlechte Pizza zu backen, auch die «spaghetti alle vongole» im kleinen Strassenrestaurant waren untadelig. Der Blick fällt auf das beeindruckende Castel dell’ Ovo, Neapels erste Festung. An der Quaimauer flirten die Ragazzi mit den Ragazze der Stadt. Noch schöner ist die Aussicht nur in der «Sky Lounge», dem neuen Hotspot des «Vesuvio» – für Sonnenbaden auf modernen Liegen. Und für Cocktails zum Sonnenuntergang.

Teatro di San Carlo. Zweierlei ist Pflicht bei einem Weekend-Trip nach Neapel. Ein Besuch im Stadio San Paolo. Die Fans des SSC Napoli sind die heissblütigsten und leidenschaftlichsten im Land und haben Maradona zu einem fast göttlichen Status verholfen; auch die Schweizer Stars Gökhan Inler und Valon Behrami schwärmen noch heute von ihrer Zeit am Golfo.San Carlo ist das Theater der Stadt.

Ruhen Oper und Ballett in den Sommerferien, sollte man sich wenigstens Zeit nehmen für eine Führung durchs grösste Opernhaus Italiens – drinnen betört es mit seiner Schönheit und Würde; Rot, Gold und Silber sind die Farben, über dem Bühnenbogen sieht man das Wappen des Königreichs beider Sizilien. Bourbonen-König Karl VII. («Carlo») war der Auftraggeber. Bellini, Donizetti und Rossini baten hier zu Uraufführungen. Und klar: Enrico Caruso stand auch auf der Bühne.

Kunst in der U-Bahn. In Neapel ist man mit nervenstarken Taxifahrern unterwegs. Mit Booten (nach Capri und an die Amalfiküste) – und zwingend auch mit der U-Bahn! «Metro e Arte» heisst ein Verschönerungsprojekt der Stadt, renommierte Architekten und Künstler haben die Stationen (um-) gestaltet. Tipp: Auf der Linie 1 fahren und staunen!

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