Frühling in der Wachau (A) Das Land, wo die Aprikosen blühen

Sanfte Weinberge, alte Aprikosengärten, zauberhafte Dörfer. Und ein mythischer Fluss wie die Donau: Seit dem Jahr 2000 gehört die Wachau dem Unesco-Weltkulturerbe an. Mit Recht.
Mythischer Fluss: Die Donau schlängelt sich durch die Wachau, vorbei an Weinbergen und schmucken Dörfern wie Dürnstein.
Mythischer Fluss: Die Donau schlängelt sich durch die Wachau, vorbei an Weinbergen und schmucken Dörfern wie Dürnstein.

Am Schönsten sind die Aprikosengärten von Mitte März bis Mitte April. Dann verwandelt sich das Donautal zwischen Krems und Melk in ein weiss-rosa Blütenmeer. Aus der Marille, wie unsere österreichischen Nachbarn die Aprikose nennen, wird süsser Nektar gepresst und köstliche Marmelade gekocht. Wunderbar sind auch die schmackhaften Marillenknödel und die feinen Kuchen. Der aromatische Edelbrand schmeichelt der Kehle.

Die Marille ist eng mit der Wachau verbunden. Hier wächst eine Sorte, deren Duft und Geschmack unvergleichlich ist. Wer in den Gärten lustwandeln möchte, wählt die Marillenmeile bei Rossatz-Arnsdorf (www.marillenmeile.at) oder den Wachauer Marillen-Erlebnisweg in Angern (www.marillenweg.at). Dieser führt auf einem 4,5 Kilometer langen Rundweg durch malerische Weinlandschaften und alte Obstgärten. Immer wieder erhascht man einen Blick auf das imposante Benediktinerstift Göttweig, wo heute noch fünfzig Mönche leben. Auf der grossen Terrasse des Stiftes lässt es sich übrigens wunderbar speisen. Das Panorama ist überwältigend (www.stiftgoettweig.at).

Eine Schifffahrt auf der Donau gehört zu jedem Besuch. Der Fluss schlängelt sich hier an schroffen Felsen vorbei. An den Ufern liegen steile Weinterrassen und stimmungsvolle Orte. In Dürnstein scheint der barocke weiss-blaue Turm des Chorherren-Stiftes direkt aus dem Wasser zu steigen, während die Burgruine oberhalb des idyllischen Dorfes an die Gefangenschaft des englischen Königs Richard Löwenherz erinnert. Luxuriös und mit fantastischer Sicht logiert man im Relais & Châteaux-Hotel Schloss Dürnstein (Tel. 0043 - 02711 212, www.schloss.at).

Krems, eine knappe Autostunde von Wien entfernt, ist das Tor zur Wachau. Obwohl die Universitätsstadt auf eine tausendjährige Geschichte zurückblicken kann, ist sie zukunftsorientiert. Die Kunstmeile trumpft mit Kunsthalle und Karikaturenmuseum auf. Schicke Lounges und gemütliche Restaurants gruppieren sich um die alte Stadtpfarrkirche. In den beliebten Heurigen fliesst der heimische Wein zu Wachauer Laberln (Semmel), zu Schinken und Blutwürsten, Braten und Tafelspitz.

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