ZWEI KANAREN - TENERIFFA UND LA GOMERA (E) Dem Winter ein Schnippchen schlagen

Wandern, biken oder einfach sein: Die kanarische Inselgruppe im Atlantischen Ozean lockt das ganze Jahr mit frühlingshaften Temperaturen. Ein Augenschein auf Teneriffa und La Gomera.
Ein Hauch von Afrika: Der Sand des schönen Strandes von Las Teresitas, acht Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Santa Cruz, stammt aus der Sahara.
Ein Hauch von Afrika: Der Sand des schönen Strandes von Las Teresitas, acht Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Santa Cruz, stammt aus der Sahara.

Der Teide ist das Wahrzeichen von Teneriffa. Im Winter trägt der Vulkan, der mit 3718 Metern die höchste Erhebung Spaniens ist, einen weissen Kragen. Der Blick vom Gipfel ist atemberaubend. Wer möchte, besteigt den Berg zu Fuss, gemütlicher geht es mit der Seilbahn. Der Teide fungiert auch als Wetterscheide: Während der Norden oft mit Wolken behangen und regnerisch ist, findet man im Süden wüstenähnliche Verhältnisse.

Viele Wege führen auf den Teide.
Der Aufstieg mit dem herrlichsten Blick beginnt bei La Laguna, geht über La Esperanza weiter durch einen Waldgürtel aus Kanarenkiefern bis hinauf zum Parkplatz. Am Eingang des Parque National del Teide werden täglich Wanderungen und Ausflüge organisiert. Übernachtet man im Parador Las Cañadas del Teide auf 2300 m ü. M., sind die Sterne besonders nah. Hervorragende spanische Küche (www.parador.es/de/parador-delascanadas-del-teide). Nicht verpassen: die berühmte Mondlandschaft, eine gespenstisch anmutende Gegend mit bizarren Formen und Farben.

An der Küste locken zahlreiche Orte. So die Hauptstadt Santa Cruz mit Altstadt, Fussgängerzonen und einem ultramodernen Auditorium des spanischen Architekten Santiago Calatrava. Oder das historische Städtchen San Cristobal de La Laguna, 1999 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt. Puerto de la Cruz eignet sich als Ausgangspunkt für Mountainbiking oder Touren durch spektakuläre Vulkanhöhlen.

Mit der Fähre erreicht man in 50 Minuten La Gomera, die zweitkleinste Insel des kanarischen Archipels. Ihr Durchmesser beträgt kaum 27 Kilometer, der höchste Berg misst 1487 Meter und liegt im Nationalpark Garajonay (Unesco-Weltnaturerbe). Herzstück des Parks ist der immergrüne Nebelwald mit seinen bis zu zwei Meter hohen Farnen. Mystisch wirkt der grösste zusammenhängende Lorbeerwald der Welt, El Credo.

Hübsche Dörfer wie Hermigua oder Agulo buhlen um die Besucher. Palmen-haine und Bananenplantagen in Valle Gran Rey laden zum Wandern ein. Ein Hit: die Bootsfahrten zur Walbeobachtung. 

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