Doha, der neue Hotspot am persischen Golf Sanddünen, Kamelrennen und viel Kultur

Die Fussball-WM 2022 im Wüstenstaat Katar ist noch in weiter Ferne. Doch bereits jetzt mausert sich die Hauptstadt Doha von der Stopover-Destination zum Geheimtipp am Persischen Golf.
Katar
© Anina Rether

Dohas neues Wahrzeichen: Das Museum für Islamische Kunst vom chinesischen Stararchitekten I. M. Pei.

Ein Bonmot besagt: Jeder Katari hat einen Ferrari in der Garage und ein Kamel im Stall. Ganz so ist es natürlich nicht, auch wenn das Emirat Katar inmitten von Ölfeldern liegt, eine boomende Wirtschaft vorweisen kann, das Pro-Kopf-Einkommen eines der höchsten der Welt ist und Kamele als Haustiere so häufig sind wie bei uns Hund oder Katze. Die Hauptstadt des Wüstenstaats am Persischen Golf ist geprägt von einer reizvollen Mischung aus Tradition und Moderne: Eindrückliche Wolkenkratzer, imposante Moscheen, alte Häfen und Prestigeobjekte wie das berühmte Museum der Islamischen Kunst machen Doha lange vor der Austragung der Fussball-WM 2022 zu einer aufstrebenden Reisedestination.

Mit dem Kulturzentrum Katara will Doha seine Weltoffenheit demonstrieren. 2010 eröffnet, ziehen Galerien, Konzerthallen, ein topmodernes Opernhaus und das Amphitheater, in dem regelmässig Topevents stattfinden, an den Wochenenden (Fr/Sa) ein bunt gemischtes Publikum an. Das kulturelle Flaggschiff ist das Museum für Islamische Kunst am Hafen von Doha. Es beherbergt eine bedeutende Sammlung an Keramiken, Stoffen, Schmuck und Kunstgegenständen quer durch alle islamischen Kulturen und aus 14 Jahrhunderten. Im obersten Stock des eindrücklichen Gebäudes befindet sich das Restaurant Idam des französischen Sternekochs Alain Ducasse (www.mia.org.qa/en/visiting/idam).

Sandborden und Wüstensafari sind beliebte Freizeitbeschäftigungen in Katar, ebenso wie Kamelrennen. Ohne Auto geht dabei allerdings nix. Es gibt keine Tribüne, die Zuschauer fahren entlang der Rennbahn neben den Tieren mit. Danach ab in eine der klimatisierten Shoppingmalls. Auf der künstlichen Insel The Pearl finden sich Edelmarken von Dior bis Hermès und Luxuskar rossen von Ferrari bis Rolls-Royce. Wer nicht über das nötige Kleingeld verfügt, ist im City Centre oder im Villaggio richtig. Nostalgiker zieht es in den Suk Wagif, wo der Preis von Gewürzen, Krimskrams, Kleidern oder Jagdfalken verhandelt wird.

In feudalen Betten nächtigen und danach ein Birchermüesli zum Zmorge oder ein Schweizer Schoggibuffet zum Zvieri? Im Mövenpick Hotel West Bay ist das eine Selbstverständlichkeit. Der Blick aus den grosszügigen Zimmern, alle mit Sitzbereich und kleiner Küche, geht auf die futuristische Skyline entlang der Strandpromenade. Nicht unwichtig: Das Hotel hat keine eigene Bar, liegt aber gegenüber dem «Hilton», einem der raren Orte, an dem in Doha auch Drinks mit Alkohol serviert werden.

Check-in
Anreise Mit Qatar Airlines täglich Zürich-Doha retour, ab CHF 1189.– Ausflugstipps Nahe gelegen sind die Magrovenwälder von Al Thakira und das ehemalige Zentrum für Perlentaucherei Al Khor. Rund 100 km entfernt ist das imposante Fort Al Zubarah Hotel «Mövenpick West Bay», DZ ab CHF 220.–, www.moevenpick-hotels.com Panoramarestaurant «The Torch» (auf 300 m), www.thetorchdoha.com Visum bei der Einreise beantragen Tipp Mit dem Dohabus zu allen Sehenswürdigkeiten, von 9–21 Uhr, www.dohabus.com Infos www.qatartourism.gov.qa

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