Islands Goldenes Dreieck Durch den Wilden Westen

Kochende Geysire, rauschende Wasserfälle, gewaltige Gletscher. Am besten erkundet man den Westen der Wikingerinsel im Nordatlantik im Mietauto. Auch Wale gibts zu bestaunen.
Gemächlich: In ihrer typischen Gangart, dem Tölt, gehts mit Islandpferden der Küste von Skogarnes entlang.
© Marcel Nöcker Gemächlich: In ihrer typischen Gangart, dem Tölt, gehts mit Islandpferden der Küste von Skogarnes entlang.

Velkomin til Islands! Schon auf dem Weg vom Flughafen ins nahe Reykjavik gibts den ersten Stopp – für ein Entspannungsbad in der Blauen Lagune, einem modernen Thermalfreibad mitten in Lavafeldern. Dann Shopping (viele lokale Designer) und Abstecher ins heisse Nachtleben der kleinsten Hauptstadt der Welt. Mit etwas Glück begegnet man Popstar Björk.

Wikinger. Am nächsten Morgen führt die achttägige Reise weiter Richtung Halbinsel Snaefellsnes – durch den Wilden Westen, wie diese Region Islands auch genannt wird. Erster Halt: das Museum im Küstenort Bogarnes – hier erfährt man alles über die Besiedlung der Insel. Entdeckt wurde sie 870 n. Chr. vom schwedischen Wikinger Gardar Svavarsson. Das Land ist zweieinhalbmal so gross wie die Schweiz und hat nur 300 000 Einwohner. Die Hälfte glaubt an Trolle und Elfen.

Teurer Fisch. Bei Skogarnes heisst es satteln! Auf gutmütigen Islandpferden wird die Küste erkundet, ab und zu sind Wale zu sehen. Ganz in der Nähe der Fluss, der Lachsfischer aus der ganzen Welt anzieht. Schon Prinz Charles warf hier die Angel aus, Eric Clapton kommt jedes Jahr. Tagespatent: 4000 Franken.

Einzigartige Natur. Weiterfahrt auf die Halbinsel Snaefellsness, auch Island en miniature genannt: bizarre Lavaformationen, ruhende Vulkane, an einem der gelben Sandstrände fläzen sich Seehunde. Dann gehts dem verschneiten Schneeberggletscher entlang zu den Wasserfällen Hraunfossar. Auf einer Länge von 700 Metern schäumt Wasser aus dem schwarzen Lavagestein. Unterwegs ein Abstecher zur Bjarnarhöfn Shark Farm: Dort gibts eine isländische Spezialität zu kosten: fermentierten Haifisch. Schmeckt bestialisch! Das Quartier für die nächsten beiden Nächte ist das einsame Hotel Glymur. Fantastische Küche (Lobster!), ebensolche Aussicht auf den Walfjord – am besten von einem der beiden Open-Air-Whirlpools aus. Die Besitzerin führt durch den Elfenpark.

Krönender Abschluss. Dann Besuch des berühmten Goldenen Dreiecks: Geysire, Wasserfall Gullfoss und Thingvellir, Islands «Rütli». Ein Einheimischer erzählt, dass es in seinem Land nur ganz wenige, kleine Bäume habe. Der bekannteste isländische Witz geht deshalb so: «Was tun, wenn man sich im Wald verirrt hat? – Aufstehen!»

Check-in

  • Anreise: Mit Swiss direkt von Zürich oder Genf nach Reykjavik (ab Zürich samstags vom 9. 7. bis 18. 8. mit Kontiki-Saga). Übrige Zeit mit Icelandair via Kopenhagen
  • Attraktiv: Mietwagenreise rund um die Insel, 8 Tage. Flüge, Auto, Übernachtung in Jugendherbergen: ab CHF 1490.–
  • Restaurant: Im Viking Village bei Reykjavik gibts isländische Folklore
  • Trend: Nordland-Spezialist Kontiki-Saga bietet neu Slow-Reisen an: kürzere Distanzen, weniger Hotelwechsel
  • Infos und Buchung u. a. von der im Haupttext erwähnten Mietwagen-Rundreise (ab CHF 2590.– p. P.): Kontiki-Saga, Baden AG, Tel. 056 - 203 66 88, www.kontiki.ch

 

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