Vive la France an der Côte d'azur Camping und Champagner in Saint-Tropez

Ein Ort, der Filmgeschichte schrieb: Saint-Tropez steht für Luxus, Liebe, Leichtigkeit. Doch auch ohne Villa ist die Côte d’Azur hoch im Kurs. Edle Campingplätze direkt am Meer boomen.
Jachthafen von Saint-Tropez
© Juan Carlos Roman

Schwimmende Villen Am Jachthafen von Saint-Tropez trifft man die Prominenz.

Überfüllte Swimmingpools und Schlange stehen beim Brötchenholen war gestern. Wer zehn Minuten von Saint-Tropez entfernt im Camping Village Les Tournels bei Ramatuelle seine Zelte aufschlägt, wird von höflichen Mitarbeitern und einem Fünf-Sterne-Service empfangen.

Die Sauberkeit und Grosszügigkeit des «schönsten Freilufthotels am Golf von Saint-Tropez» ist beeindruckend – man fühlt sich wie in einem All-inclusive-Club. 1961 inmitten eines Weingutes in der Nähe des Leuchtturms von Camarat eröffnet, gibt es auf dem 20 Hektaren grossen Gelände nebst drei Restaurants, mehreren Pool-Anlagen und einer eleganten Wellness-Oase samt Jacuzzi 900 Stellplätze für Zelte und Wohnwagen und 350 schlicht eingerichtete Bungalows für Leute ohne Zeltstangen im Gepäck.

Für Eltern ist Les Tournels ein Paradies – preislich (im Zelt kostet die Übernachtung ab 40 Euro) und was den Erholungsfaktor betrifft (es gibt den Baby-, Kids-, Juniorsund Teens-Club). Ein Shuttle bringt die Gäste zum Pampelonne Beach, wo es einen eigenen Strandabschnitt gibt. Nur das Kon Tiki Riviera Village ist noch näher am Meer. Hier fühlt man sich wie Robinson Crusoe. Die Tiki-Hütten liegen direkt am Sandstrand. Gleich daneben: das luxuriöse Trailer-Village La Toison d’Or und das Feriendorf Les Prairies de la Mer.

Am Samstag pilgert die St-Trop-Society für ein Pain au Chocolat ins weltbekannte «Sénéquier» gleich beim Hafen. Danach geht es auf den Markt an der Place de Lices, wo die Produzenten das Beste aus der Region anpreisen. Oliven, Wein, Brot oder Früchte – beim Durchschlendern läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Schon Brigitte Bardot liebte die bunten Basttaschen, weissen Tunikas und glitzernden Sandalen, die bis heute ein Must-have sind.

Dieses Jahr eröffnete Ivana Trump die VIP-Show. Die Multimillionärin dinierte im «Le Club 55», besuchte die Opiom Gallery und schlürfte im hautengen Cavalli-Kleid Cocktails im futuristischen In-Restaurant Le Quai am pompösen Jachthafen. Zu harten Beats und später Stunde trifft sich die Prominenz in der «Villa Romana» oder im «VIP Room».

Noch ein berühmter «Sohn» hält das südfranzösische Städtchen auf Trab, das im provenzalischen Dialekt Sant-Troupès heisst. Das Gebäude der Gendarmerie nationale wird zu Ehren des Komikers Louis de Funès gerade in ein Museum verwandelt. Eröffnung soll im Herbst sein. Dieses Jahr wäre «Balduin, der Schrecken von Saint-Tropez», 100 Jahre alt geworden.

Check-in
Anreise Mit dem Auto ab Zürich in ca. sieben Stunden. Nächster Flughafen: Nice-Côte d’Azur Feriendörfer Jedes hat seinen Charme (de.rivieravillages.com, www.tournels.com, www.camping-des-mures.com) Freizeit Ob tauchen, biken, surfen oder Kajak fahren – in den Camping-Villages kann das Material gemietet werden Kunst Zahlreiche Künstler wie Paul Signac, Henri Matisse und Pierre Bonnard lebten hier. Ihre Werke sind im Musée de l’Annonciade ausgestellt Infos www.sainttropeztourisme.com, www.ramatuelle-tourisme.com

 
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