Futuristische Avantgarde-Stadt: Kopenhagen (DK) Ein Besuch in der Zukunft

Das neue Kopenhagen erobert die Herzen der Besucher im Sturm: mit moderner Architektur, dänischem Design, schicken Restaurants und viel Grün.
Elegant: Die Fussgänger- und Radwegbrücke Bryggebroen verbindet die neuen Stadtteile Havneholm und Havnestad.
Elegant: Die Fussgänger- und Radwegbrücke Bryggebroen verbindet die neuen Stadtteile Havneholm und Havnestad.

Kopenhagen versprüht urbanes Flair. Kein Wunder, ist die dänische Hauptstadt 2009 vom internationalen Lifestylemagazin «Monocle» zur besten Stadt der Welt gekürt worden. Nicht zuletzt, weil hier auch ökologisch neue Wege beschritten werden. Fahrräder haben Vortritt! Und das Hafenwasser ist so sauber, dass man darin baden kann. Auch wenn das historische Hafenviertel Nyhavn und die Fussgängerzone Ströget nach wie vor beliebte Flaniermeilen sind, im Trend liegen wachsende Stadtteile wie Örestad, Islands Brygge und Vesterbro, wo Neubauten und Trendlokale wie Pilze aus dem Boden schiessen.

Für eine Architekturschau auf eigene Faust ist der vorderste Wagen der Metro der beste Platz. Start ist am Kongens Nytorv, und los gehts Richtung Örestad. Nach wenigen Minuten erlebt man sein blaues Wunder: Aus dem Nichts taucht das vom französischen Star-Architekten Jean Nouvel inszenierte Radio-Konzerthaus mit dem Kosenamen «Blue Box» auf. Schlag auf Schlag folgen Luxuswohnungen, die aus alten Samen-Silos generiert wurden, das futuristische Studenten-Wohnheim Tietgenkollegiet und die bergförmig angelegte, preisgekrönte Wohnsiedlung VM Bjerget.

Kreative Köpfe haben den ehemaligen Fleischdistrikt in Vesterbro erobert. Hier eröffnete der dänische Künstler Jeppe Hein seine eigene Bar. Im hippen «Karriere» haben sich auch seine Kollegen Olafur Eliasson, Dan Graham und Monica Bonvicini stilistisch eingebracht (www.karrierebar.com). Wer im Design-Zimmer schlafen will, bucht im Hotel Fox, dessen Zimmer von 21 internationalen Künstlern dekoriert wurden (www.hotelfox.dk).

Sternenregen über Kopenhagen: 13 Michelinsterne verteilen sich auf 11 Lokale. Davon strahlen zwei über dem «Noma» in Christianshavn (Strandgade 93, Tel. 0045 32 96 32 97). Keine Reservation brauchts fürs Royal Cafe. Hier gibts leckere Smushies – eine Fusion von Smörrebröd und Sushi (Amagertorv 6, www.theroyalcafe.dk). Dass Kunstgenuss und Kulinarik gut harmonieren, erlebt der Besucher im Louisiana Museum of Modern Art in Humlebaek: Das Abendbuffet mit Blick in den schönen Park und auf die Bucht ist ein Insidertipp (www.louisiana.dk).

CHECK-IN
Anreise: City Night Line «2 für 1» ab Zürich, Baden oder Basel im Schlafwagen ab CHF 462.–, buchbar bis 31. 10. bei SBB-Schaltern oder Railservice Tel. 0900 300 300

Design-Highlights: Kunstindustriemuseum, Bredgade 68, www.kunstindustrimuseet.dk, Dansk Design Center, H. C. Andersen Boulevard 27, www.ddc.dk

Hotel: Radisson Royal Hotel, Tel. 0045 33 13 34 00, www.radisson.com

Infos: Architekturführungen

www.visitcopenhagen.com

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