Turin - Perle im Piemont (I) Eine Stadt im Trikolore-Fieber

Seit den Olympischen Winterspielen 2006 hat Turin viel vom einstigen Glanz zurückgewonnen. An den Festivitäten zu 150 Jahren Italien nimmt Piemonts Hauptstadt eine wichtige Rolle ein.
Beeindruckend: Vor der imposanten Kulisse der französischen Alpen ragt die Mole Antonelliana, das Wahrzeichen Turins, in den Himmel.
© Città di Torino Beeindruckend: Vor der imposanten Kulisse der französischen Alpen ragt die Mole Antonelliana, das Wahrzeichen Turins, in den Himmel.

Die Trikolore ziert Fenster, hängt von Balkonen, weht an Fahnenstangen. Wie kaum eine andere italienische Stadt feiert die Millionenmetropole am Po noch bis November das 150-jährige Bestehen Italiens. Mit Recht und Stolz, denn Turin, die Stadt der Könige von Savoyen, war die erste Hauptstadt.

Auf der Piazza San Carlo, nahe der Shopping-Meile Via Roma, wurde eine Tribüne aufgestellt: für Paraden, Volksfeste und Veranstaltungen. Am historischen Platz liegt auch eines der schöns ten und berühmtesten Kaffeehäuser Turins, das Caffè San Carlo. Ein «Bicerin» gefällig? Das sündhaft süsse Getränk aus Kaffee, viel Schokolade und Schlagrahm wurde im Caffè Confetteria Al Bicerin an der verträumten Piazza della Consolata erfunden. Hier steht auch die Wallfahrtskirche Maria Consolatrice, die inoffizielle Kathedrale der piemontesischen Hauptstadt.

Zahlreiche Ausstellungen sind unter «Esperienza Italia» zusammengefasst. Spannend die Schau in den Officine Grandi Riparazioni, wo die Ge schichte Italiens meisterhaft inszeniert wird (bis November). Zuständig für die Choreografie ist der gebürtige Schweizer François Confino. Ein weiteres «Must» aus dem grossen Angebot: der Besuch des ehemaligen Lust- und Jagdschlosses La Venaria Reale. Was hier in der Ausstellung «La bella Italia» gezeigt wird, versammelt das Beste aus Italiens Museen (bis 11. 9.). Gleichzeitig zu sehen: «Moda in Italia», die Geschichte der Haute Couture (bis 11. 12.).

Rechtzeitig zu den Festivitäten wurde das Museo Nazionale dell’ Automobile di Torino nach vierjährigen Restrukturierungsarbeiten wieder eröffnet. Der sinnlich-informative Parcours begeistert sogar Automuffel, denn die 200 ausgewählten Fahrzeuge werden gekonnt ins Licht gesetzt. Federführend war wiederum François Confino, der auch das berühmte Filmmuseum in der Mole Antonelliana, dem Wahrzeichen Turins, inszenierte. Beim Automuseum zu finden: das Slow-Food-Restaurant Eataly (Tel. 0039 011 19 50 68 01, www.torino.eataly.it). Das Beste, was die Region an Paste, Carni und Dolci anzubieten hat.

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