Flusskreuzfahrt auf dem Jangtsekiang (China) Steile Wände, enge Schluchten und sehr viel Grün

Vier Tage auf dem Jangtsekiang tuckern, dem drittlängsten Fluss der Welt. Unbestrittener Höhepunkt: die grossartigen Drei Schluchten.
Flussfahrt Jangtsekiang China
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Sanfter Fluss: Seit dem Bau des Staudamms hat es im Bereich der Drei Schluchten keine gefährlichen Stromschnellen mehr.

Der Jangtsekiang ist 6380 Kilometer lang und rangiert an dritter Stelle hinter dem Nil und dem Amazonas. Die Drei-Schluchten-Region gehört zu den aufregendsten Teilabschnitten des Stromes, der in Tibet entspringt und in der Nähe von Schanghai ins Ostchinesische Meer mündet.

Tuckern auf dem Fluss Die «Sanctuary Yangzi Explorer» ist das kleinste und komfortabelste der Kreuzfahrtschiffe auf dem Jangtsekiang. Die 62 geräumigen Kabinen – darunter 20 Suiten – haben alle einen Balkon. Der Spa ist grosszügig angelegt, und im Restaurant isst man à la carte. Das Morgenbuffet lockt unter anderem mit scharfen Suppen, Glasnudeln und Dumplings.

Von Schlucht zu Schlucht Oft tauchen Nebelschwaden die Landschaft in eine surreale Welt, aus der sie nur die Kraft der Sonne befreien kann. Dann leuchten aber die steilen bis zum Wasser abfallenden und mehrheitlich bewaldeten Wände je nach Jahreszeit rötlich gelb oder intensiv grün. Die Drei Schluchten sind sehr unterschiedlich. Stromaufwärts begegnen wir zuerst der Xiling-Schlucht, der längsten, aber in der Vergangenheit gefährlichsten. Die bizarren Gipfelformen mit den zwölf sagenumwobenen Spitzen charakterisieren die Wu-Schlucht. Und als schönste gilt die Qutang-Schlucht, die auch auf dem 10-RMB–Geldschein abgebildet ist (RMB steht für Renminbi, die chinesische Währung).

Staumauer der Superlative Zwischen der Xiling- und der Wu-Schlucht befindet sich seit 2008 die 2335 Meter lange Drei-Schluchten-Talsperre, eine der weltweit grössten Stauanlagen mit einem Wasserwerk und einem Schiffshebewerk sowie einer Schleusenanlage in den Jangtsekiang. Der Bau war sehr umstritten, über 1,4 Mio. Menschen wurde umgesiedelt,13 Städte und 1500 Dörfer überflutet, der Lebensraum einheimischer Pflanzen bedroht. Der Wasserspiegel des Jangtsekiang stieg um 90 Meter.

Ausflug in die Seitentäler Der Shennong-Fluss ist vielleicht der schönste Nebenarm des Jangtsekiang. In einem Sampan, der auf traditionelle Weise von zwei Ruderern fortbewegt wird, gleitet man ins enge Tal, Heimat der ethnischen Minderheit der Tujia. Zu Fuss hingegen lässt sich das märchenhafte Dragon Valley (Three Gorges Household Scenic Spot) entdecken, ein kleines chinesisches Ballenberg.

Zum Ausklang Am Ende der Kreuzfahrt erkundet man Chongqing, das zu den grössten Städten der Welt gehört, oder gönnt sich etwas Luxus in Schanghai, etwa im «The Peninsula». Drei ausgezeichnete Restaurants, eine Dachterrasse mit Bar und ein traumhafter Spa: ein würdiger Abschluss nach so viel Schönheit.

Check-in
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