Wüstenstadt Marrakesch in Marokko Frühstück mit dem Klapperstorch

Das Boutique-Hotel Dar Les Cigognes ist eine Oase der Ruhe mitten im Rummel der Altstadt von Marrakesch. Es bietet alles für die Sinne: Kochkurs, Hamam-Zauber, Blick aufs Atlasgebirge.
Dem Himmel ganz nah: Der zweitschönste Platz im ganzen Hotel – nach dem Himmelbett – ist die Dachterrasse. Ein Ort für Frühstück, Apéro und Drei-Gänge-Dinner.
Dem Himmel ganz nah: Der zweitschönste Platz im ganzen Hotel – nach dem Himmelbett – ist die Dachterrasse. Ein Ort für Frühstück, Apéro und Drei-Gänge-Dinner.

Wenn sich das schwere Holztor des «Dar Les Cigognes» («Storchenhaus») hinter dem Gast schliesst, bleiben der heisse Wüstenwind, Staub und das Autogeknatter draussen. In der Mitte des kühlen Innenhofs plätschert ein Springbrunnen, Rosenblätter schaukeln auf dem Wasser, Orangenbäume spenden Schatten, es duftet nach süssem Minztee. Auf drei Stockwerken schraubt sich das traditionelle Stadthaus aus dem 16. Jahrhundert nach oben. Wenn man über die gekachelten Treppen hochsteigt, wartet dort das Paradies. Eine Dachterrasse – nein, ein Blumenmeer – mit freiem Blick auf den Königspalast in der Nachbarschaft. Das Schnäbeln der Klapperstörche, die seit Jahrzehnten auf den Zinnen des Palasts nisten, dringt wie Musik herüber. Und in der Ferne ist an klaren Tagen das imposante Atlasgebirge zu sehen.

Die marokkanische Küche ist berühmt für ihre Schmorgerichte, die Tajines. Chefkoch Shams Dine – ausgesprochen wie «James Dean», und damit kokettiert er auch gerne – bietet in der Hotelküche Kochkurse an. Tajine vom Lamm mit getrockneten Pflaumen zum Beispiel oder ein Couscous mit Hühnchen.

Das traditionelle Baderitual im Hamam ist eine Wohlfühlkur für Haut und Seele. Im kleinen hoteleigenen Baderaum kann man sich mit der schwarzen Seife abschrubben lassen, eine Kräuterschlamm-Packung geniessen. Zuletzt pflegt die ausgebildete Masseurin den ganzen Körper mit Arganöl. Dann eine Shisha rauchen im Innenhof und, wenn die Lebensgeister wieder wach sind, raus in die Altstadt.

Der Basar in den Gässchen zieht sich wie ein feines Aderngeflecht durch die Medina, den ältesten Teil der Stadt. Gewürzduft wabert, es gibt alles, was man nicht braucht und doch gerne kauft: bunte Töpferwaren, Ledertaschen, Berberteppiche. Vor allem die Teppichhändler zelebrieren gerne, von wo ihre Ware kommt. Aufgepasst: Wer sich aufs Handeln einlässt, sollte auch kaufen. Die Garküchen und Gaukler auf dem grossen Marktplatz sollte man nicht verpassen. Im Abendrot ist es dort am schönsten.
 

Check-in

  • Anreise: Samstags von Zürich mit Edelweiss ab CHF 440.–, www.edelweissair.ch
  • Boutique-Hotel: Dar Les Cigognes, elf Zimmer und Suiten, viele mit Cheminée, aber ohne TV. DZ ab EUR 183.–, www.lescigognes.com
  • Restaurant: Café-Restaurant Arabe, www.cafearabe.com, neben der Mouassine-Moschee, Cocktails zum Sonnenuntergang, mit abendlichem «adhan» (Gebetsruf)
  • Kunsthandwerk: Mustapha Blaoui, 142 Bab Doukkala, Medina
  • Highlight: Ausflug ins Atlasgebirge, zum Beispiel nach Imlil. Hassan Ait Hamou, Bergführer, zeigt kompetent die Umgebung, Tel. +212 673 71 56 25
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