Kulm Hotel St. Moritz Fünf Sterne für Sportler und Entschleuniger

Schwimmen, boxen, biken, wandern, Golf: Das «Kulm» in St. Moritz, für 53 Millionen Euro renoviert, ist auch ein Sporthotel. Luxus muss nicht langweilig sein. 
Hotel Kulm St. Moritz
© ZVG

Der «Kulm»-Pool: Schwimmen unter der Engadiner Sonne mit Traumsicht auf Berge und Seen.

Der erste Eindruck täuscht. Natürlich wirkt das «Kulm» in St. Moritz ziemlich luxuriös, und vor allem durch die gediegenen Salons und Speisesälen weht ein Hauch von Tradition. Aber: Im «Kulm» (173 Zimmer und Suiten) herrscht sehr oft Partystimmung. Dafür sorgen im Winter die verrückten Kerle vom Tobogganing Club, die in der Sunny Bar alles feiern: ihre Siege genauso wie die furchterregenden Stürze in der schmalen Eisrinne. Im Sommer verbreitet das Festival da Jazz eine verblüffende Ambiance. Da spielt sich Stargeiger Nigel Kennedy schon mal am Swimmingpool mit nacktem Oberkörper ein – und beendet seinen Auftritt morgens um sieben Uhr mit widerstandsfähigen Gästen in der Präsidentensuite. Kein Fünfsternehotel wie viele andere.

Boxen oder biken?
Neueste Attraktion im breiten «Kulm»-Sportangebot? Boxen! Personal Trainer Joachim «Jopo» Pötschger schickt die Gäste zum effizienten Kalorienverbrennen an den Sandsack. Unter seinen Schülern auffallend viele Frauen! Heinz E. Hunkeler, der neue Hoteldirektor, empfiehlt Biken: «Zum Beispiel im Val Suvretta. Erst ein Traumpfad rund um den Piz Nair. Dann ein flowiger Trail durch eine grossartige Hochgebirgswanne.» Wandertipps gibts auch vom Chef: «Hinauf auf Muottas da Schlarigna. Durch uralte Arvenwälder wandern. Am Schluss im Stazersee abkühlen, eine kleine Siesta auf der Wiese inklusive.» Der Concierge hat die Details.

Spa oder Golf?
Erst ein Jahr alt ist der beeindruckende Spa auf 2000 Quadratmetern. 20-Meter-Schwimmbecken mit Unterwassermusik, Panoramafenster, alle Saunen dieser Welt, zehnköpfiges Spa-Team. Besonders exklusiv: der Private Spa für Paare, mit Biosauna, Dampfbad, Wasserbett und Champagner. Golfer haben es nicht weit: Gleich beim Hotel steht für sie eine private 9-Loch-Kurzspielanlage zur Verfügung. Den Driver packt man dann auf dem 18-Loch-Parcours von Samedan oder Zuoz aus.

Treffpunkt Chef’s Table. Der begehrteste Tisch steht mitten in der Küche. Wer hier sitzt, kann Hans Nussbaumer (über 20 Jahre im «Kulm») und seiner grossen Brigade gewissermassen über die Schulter schauen. Bis vor wenigen Jahren kochte der Chef an einem riesigen Herd aus dem Jahr 1914; der wurde erst mit Kohle, dann mit Öl geheizt! Nussbaumer verwöhnt seine Gäste im «Grand Restaurant» sehr – und im Gourmetlokal «the K» noch etwas mehr (15 GaultMillau-Punkte). Auffallend im ganzen Haus (gehört der Reederfamilie Niarchos): Die Mitarbeiter sind sehr freundlich und zuvorkommend. Der fünfte Stern gehört ihnen.

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