«Mont Cervin Palace» Zermatt Fünf Wohlfühl-Sterne: Eine «Dine around»-Lizenz für jeden Gast

Imposant sind beide: das Matterhorn. Und das «Mont Cervin Palace» mitten in Zermatt. Angenehme Erkenntnis: Auch ein nobles Fünfsternehotel kann unglaublich gemütlich sein.
Das Mont Cervin Place
© HO

«Mont Cervin Palace», Baujahr 1852, für 17 Millionen glanzvoll renoviert. Enspannter Luxus.

Schwellenangst beim Betreten von Zermatts Hotel-Flaggschiff? Angst vor dem Direktionshund allenfalls. Pepe ist ein mächtiges Tier, aber ein freundlicher Kerl. Freundlich wie seine Besitzer: Kevin und Karin Kunz sind Hotelprofis. Aber sie gehen mit ihren Gästen und mit ihren 400 (!) Mitarbeitern spürbar entspannt um. «Hospitality by heart» ist hier keine leere Floskel.

Schlafen gegen Süden! Wer erstmals im «Mont Cervin» absteigt, sollte ein Zimmer gegen Süden buchen. Da ist der Blick frei aufs mächtige Matterhon (4478 Meter). Die anderen Zimmer sind etwas günstiger, genauso grosszügig und gut eingerichtet; die Mischabel-Gruppe und ein paar der anderen Viertausender sind optisch eine Art Matterhorn-Ersatz. 2012 wurde das «Mont Cervin» für 17 Millionen Franken umgebaut, Claudio Carbone designte die warmen Interieurs.

«Wo essen wir denn heute?» Kevin Kunz ist ein Gourmet (und sein Bruder Gray Star-Chef in New York und Hongkong). Das spürt man. Zwei der vielen Restaurants punkten im GaultMillau, das «Capri» ist so etwas wie das Mass aller kulinarischen Dinge in der Gourmet-Destination. Die Ragazzi vom «Capri Palace» überwintern hier, besorgen grossartige Produkte ihrer Heimat: «alta cucina italiana!» (16 Punkte). «Mont Cervin»-Gäste lösen automatisch die «Dine around»-Lizenz. Sie können sich jeden Abend für eines von 14 (!) Restaurants entscheiden; auch ein Romantik-Diner auf der Riffelalp oder eine Teppanyaki-Show im japanischen «Myoko» gehören zum Angebot. Der Service startet früh (mit einem imposanten Frühstücksbuffet) und endet spät – in der eleganten Davidoff Smoker’s Lounge. Wer schlemmt, will (für sich) auch Gutes tun. Die Fitnessgeräte sind modern, der Spa riesig (1700 Quadratmeter), die Therapeutinnen gut ausgebildet, und ein Sportgeschäft für die Skimiete gibts auch im Hotel.

Treffpunkt Findeln. Und «Zum See». Während der Wintersaison kehren die Gäste erst am späten Nachmittag ins Hotel zurück. Weil sie unterwegs «aufgehalten» werden. Zermatt glänzt nicht nur mit 360 Kilometern Skipisten, Winterwanderwegen und modernen Bahnen, sondern auch mit den besten Pistenbeizen der Alpen. Auf Findeln gibts gleich drei GaultMillau-Restaurants. «Chez Vrony»; jeden Donnerstag kommt Olympiasieger Pirmin Zurbriggen mit seinen Hotelgästen vorbei. Den «Findlerhof» mit Franz und Heidi Schwery. Und das «Paradies»; Gaston Zeiter ist die Entdeckung des letzten Winters. Unglaublich schön ist es auch «Zum See»: Max, Greti und Markus sind herzliche Gastgeber; Routiniers reservieren nicht nur frühzeitig den Tisch, sondern auch ein Stück von der berühmten Cremeschnitte.

Anreise: Zermatt ist autofrei (aber voll von Elektrotaxis!). Ins «Welcome-Parking» Täsch fahren. Mit Bahn oder Taxi nach Zermatt. Unkomplizierter, als man denkt! 
Hotel: Mont Cervin Palace. 150 Zimmer und Suiten, viele mit Matterhorn-Sicht. DZ ab CHF 820.–, Nachtessen in einem der 14 (!) Restaurants inbegriffen. Grosszügiger Spa. Top-Lage mitten im Dorf Packages Wer kann, bucht die attraktiven Sonntag-bis-Donnerstag-Angebote Top-Restaurant im Haus: «Capri», 16 GaultMillau-Punkte
Infos: www.montcervinpalace.ch

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