Inselparadies Azoren (P) Immergrüne Gärten im Atlantik

Die Azoren sind spektakuläre Vulkaninseln mit üppiger Vegetation, auf denen man an einem Tag alle vier Jahreszeiten erleben kann. Ein Augenschein auf Portugals schönstem Archipel.
Panoramablick: Die Kraterseen Lagoa Azul und Lagoa Verde von Sete Cidades gehören zu den Traumstrand I: Günstige Hauptattraktionen der Azoren.
Panoramablick: Die Kraterseen Lagoa Azul und Lagoa Verde von Sete Cidades gehören zu den Traumstrand I: Günstige Hauptattraktionen der Azoren.

Schon der Blick aus dem Flugzeug ist atemberaubend. Bis Ende August sind die Azoren in ein blau-grünes Farbenmeer getaucht. Millionen von Hortensien säumen Strassen, begrenzen Felder, schmücken Dorfplätze und Gärten. Die eisenhaltige Erde der Vulkaninseln verleiht den Blumen ihre intensive blauviolette Farbe.

Fruchtbarer Boden: In rasantem Tempo wechseln sich Sonne, Nebel, Wolken, Sturmböen und Regen ab. Das feuchtwarme Klima und die vulkanische Erde lassen so ziemlich alles gedeihen. Ananas, Orangen, Zuckerrohr, Tabak werden, hauptsächlich biologisch, angebaut. Die beiden letzten Teeplantagen Europas, Cha Gorreana und Cha Formosa, finden sich hier. Der grösste Teil der Inseln ist jedoch mit Gras bedeckt, Futter für die rund 200 000 Kühe, die auf Terceira und São Miguel gehalten werden.

Heisse Quellen in Furnas: Der zwölf Hektar grosse Terra-Nostra-Park mit seinen fast 2500 Bäumen ist ein beliebtes Badeziel auf der Hauptinsel São Miguel. Im 39 Grad warmen, eisenhaltigen Thermalbad drehen die Gäste des angrenzenden Hotels ihre Runden. Vorsicht, das gelb-bräunliche Wasser färbt leicht ab! Der Teich der einstigen Sommerresidenz eines amerikanischen Orangenbarons liegt unweit des Lagoa das Furnas. Hier versenken die Einheimischen in heissen Schwefellöchern den landestypischen Eintopf Cozido und lassen ihn mehrere Stunden garen. Den Schwefeldämpfen trotzend, versammeln sich die Ausflügler danach zum Schmaus um den See.

Drei F prägen das karge Leben: Fado (Musik), Futibol (Fussball) und Fatima (Wallfahrtsort). Gerade der Religion begegnet man auf den Azoren auf Schritt und Tritt. Ob bei einer Ladeneinweihung, der bestandenen Schulprüfung oder einem Autokauf, göttlicher Beistand wird mit einer Prozession zu einem Heiliggeisttempel erbeten, von denen allein auf Terceira 60 stehen.

Ausflug in die Vergangenheit: Der Bauernhof Quinta do Martelo gibt einen guten Einblick in die Entwicklung der Inseln und das bäuerliche Leben der letzten Jahrhunderte. Gute, einheimische Küche. Wer will, kann auch übernachten (www.quintadomartelo.net).

 

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