Irisches Naturparadies: Connemara Irlands wilder Westen

Hier ist Hektik ein Fremdwort: Die Heide- und Moorlandschaften von Connemara, die atemberaubende Küsten und hübschen Städtchen locken Ruhesuchende wie Sportbegeisterte nach Irland.
Schön wie im Märchen. Die reizvolle Landschaft von Connemara.
Schön wie im Märchen. Die reizvolle Landschaft von Connemara.

Die Gegend von Connemara zeigt Irlands Bilderbuchseite: Zerklüftete Küsten, unberührte Landschaften, geschichtsträchtige Orte und pittoreske Städtchen machen eine Reise in den Westen der Insel besonders reizvoll. Auf dem Weg nach Connemara lohnt sich ein Abstecher nach Galway. Besonders im Sommer und Frühherbst ist in der Küstenstadt mit seinem verwinkelten, mittelalterlichen Kern einiges los. Mit dem Arts Festival (25.–28. 7.), den Galway Races (29. 7.–4. 8.) und dem Oyster Festival (27.–29. 9.) folgt ein Anlass auf den andern. Ausserhalb der Festivalzeit trifft man sich in der Studentenstadt in einem der unzähligen Pubs. Berühmt für traditionelle irische Bands: «Tig Coili». Für Whiskey: «Freeneys».

Abenteuer Aran Islands Die drei in der Galway Bay gelegenen Kalksteininseln sind von 1600 Kilometern Trockensteinmauern überzogen, die die Felder vor dem nie abflauenden Wind schützen. Für Naturliebhaber sind die Inseln ein Paradies: Über 100 Meter hoch ragen die Klippen aus dem tosenden Atlantik, und dank der Abgeschiedenheit sind viele seltene Pflanzen und Vögel hier beheimatet. Auch gelten die Inseln als letztes Refugium der irisch-keltischen Kultur. Stilvoll nächtigen: im Kilmurvey House auf Inis Mor.

Berge, Torfland und Seen wechseln sich entlang der Fahrt nach Clifden ab. Die heimliche Hauptstadt von Connemara ist Ausgangspunkt für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Gegend. Das prächtige Schloss Kylemore Abbey ist nicht nur wegen der unglücklichen Liebesgeschichte seiner ehemaligen Bewohner berühmt. Zur heutigen Benediktinerinnen-Abtei gehört ein prächtiger viktorianischer Garten, in dem die Zeit stehen geblieben scheint. Ganz in der Nähe schlängelt sich Killary Harbour, der einzige Fjord Irlands, 15 Kilometer weit ins Landesinnere. Schwarzkopfschafe weiden entlang dem Ufer am Fusse des Mount Mweelrea (814 m), und die zahlreichen Biolachs- und Muschelfarmen laufen gut: Sie beliefern den anspruchsvollen französischen Markt.

Gummistiefel und Regenschutz sind für Wanderer unabdinglich und werden von vielen Hotels zur Verfügung gestellt. Man findet sie meist neben den Angelruten oder Schrotflinten (je nach Saison). Auch im Ballynahinch Castle, einem zum Luxushotel umgebauten Schloss aus dem 17. Jahrhundert mit riesigem Umschwung inklusive See und ausgedehnter Wälder vor der malerischen Kulisse der 12 Bens Mountains. Die Berge verdienen zwar mit maximal 750 Metern eher den Namen Hügel, doch gibt es dort kaum Wege, Karten schon gar nicht. So wird auch eine einfache Wanderung zum Abenteuer.

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