«Kempinski Emirates Palace» (Abu Dhabi) Ein Palast für Könige - und für Touristen!

Im «Emirates Palace» steigen Scheichs, Könige und Staatspräsidenten ab. Aber auch Bundesliga-Fussballer und Touristen. Willkommen im berühmtesten Palast-Hotel des Nahen Ostens.
Kempinski Emirate Palace, in Abu Dhabi

Die Ikone von Abu Dhabi Der Emirates Palace. Viel Prunk, viel Charme. Tolle Restaurants. Zimmer ab 250 Euro. 

Die Hausfarbe ist Gold. Die Hallen sind von atemberaubender Grosszügigkeit. Die Zimmer sehr schön und die fünf Meter hohen Suiten so gross wie andernorts Wohnungen – mit livrierten Butlern vor der Tür und riesigen Esszimmern, «falls Sie Gäste erwarten». 250 wuchtige Bodyguards wachen an den strategischen Orten, schützen vor allem die «Ruler Suites» im 8. Stock. Wer hier wohnt, hat eine offizielle Bewilligung des Kronprinzen-Büros. Trotzdem fühlt man sich – nach ersten Schreckminuten – willkommen. Die 1600 (!) Angestellten sind zuvorkommend, die Stimmung an den beiden riesigen Pools, in den Hallen und Restaurants ist entspannt. «Touristen sind herzlich willkommen», sagt General Manager Alexander Schneider, «in Abu Dhabi scheint täglich die Sonne. Wir wollen zum St-Tropez des Nahen Ostens werden.» Tatsächlich: Die Stadt boomt. Luxushotel um Luxushotel wird eröffnet. Schneider: «Abu Dhabi fördert den gehobenen Tourismus und positioniert sich als Kultur-Destination. Die Spass-Fraktion schicken wir nach Dubai.»

Das Wahrzeichen von Abu Dhabi. Der «Emirates Palace» gehört der Royal Family und wird von Kempinski geführt. Reto Wittwer, der dynamische Schweizer Präsident der aggressiv wachsenden Luxus-Kette: «Wir konzentrieren uns auf Hotels, die einzigartig sind.» Der «Emirates Palace» ist so etwas wie das Wahrzeichen von Abu Dhabi, trotzdem fühlt man sich in diesem Palast sofort sehr wohl.» Wo am wohlsten? «Ich mag unser Fischrestaurant Sayad. Dort sitzt man draussen, blickt über die Marina und das Meer, geniesst die leichte Küche von unserem Headchef Sandro Gamba.» Eine hervorragende Küche. Aber nicht die einzige: Auch «Hakkasan» (modern chinesisch, trendy) hat eine Filiale im «Palace». Wer gerne am Strand und unter Sternen diniert, bucht im «BBQ al Qasr» (Steaks). Apropos Strand: Dort traben die Kamele Sharin und Shakran. Für Hotelgäste zum Nulltarif.

Nouvel, Gehry, Hadid. Abu Dhabi rüstet auf, vor allem auf den beiden künstlichen Inseln. Die Spassinsel: Yas. Ferrari World mit der schnellsten Achterbahn der Welt (240 km/h). Yas Waterworld (43 Rutschen, grösster «Tornado» der Welt), Formel-1-Rundkurs. Die Kulturinsel: Saadiyat. Fünf atemberaubende Gebäude werden da ins Meer gebaut. Jean Nouvel will 2015 den Abu Dhabi Louvre eröffnen (die Kunst kommt aus Paris!). Frank Gehry entwirft das Guggenheim Abu Dhabi. Norman Foster hat den Auftrag für das Nationalmuseum. Tadao Ando zeichnet das Meeresmuseum und Zaha Hadid ein Performance-Center. Die besten Architekten der Welt auf einer Insel. Der Scheich machts möglich.

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