Pizarro, Pyramiden und peruanische Küche Lima, aufstrebende Hauptstadt von Peru

Die Peruanische Metropole Lima ist ein faszinierender Schmelztigel verschiedener Kulturen – eine facettenreiche Stadt mit Meeresanstoss, Künstler- und Gartenviertel.
Hauptstadt von Peru, Lima
© Okapia

Plaza Mayor Die Altstadt von Lima versprüht auch heute noch spanisches Flair.

Vor dem Präsidentenpalast auf der Plaza Mayor findet täglich um 11.30 Uhr die Wachablösung mit Blasmusik statt. Der spanisch anmutende Platz inmitten der Altstadt wird von Prachtbauten und der imposanten Kathedrale (herrliches Chorgestühl) eingefasst. 1535 gründet der Spanier Francisco Pizarro die Stadt Lima, 1746 wütet hier ein Erdbeben, das die meisten der schönen Kolonialhäuser verwüstet.

Boomende Metropole In Lima leben heute rund neun Millionen Menschen. Der Verkehr ist entsprechend chaotisch, der Bau einer U-Bahn noch lange nicht in Sicht. Mit Bus und Taxi lassen sich die weitläufig angelegten Stadtteile dennoch gut erkunden. Miraflores und San Isidro gehören zu den wohlhabenden Quartieren der Hauptstadt, Barranco ist das lebensfrohe Künstlerviertel.

Herrliche Schätze Lima ist die Stadt der Museen. Europäer interessiert vor allem die präkolumbische Kunst, die man woanders so reichhaltig und zahlreich kaum zu sehen bekommt. Empfehlenswert: die beiden privaten Museen Larco (schönes Haus, mit über 45 000 Exponaten; www.museolarco.org) und Oro del Peru (www.museoroperu.com.pe).

Parque de Amor Miraflores ist das Geschäftszentrum der Hauptstadt mit Shoppingcenter (Larcomar) und Casinos, die 24 Stunden geöffnet sind, mit Restaurants, Bars, Theater und zahlreichen internationalen Hotelketten. Von der Steilküste stürzen sich Paraglider, in den Parkanlagen wird gepicknickt, im Parque de Amor der eine oder andere Kuss ausgetauscht. Das Gartenviertel von Lima befindet sich in San Isidro. Besonders schön: der seit 1560 bestehende Olivenhain mit etwa 2000 Bäumen – ein Paradies für Ruhesuchende und Vogelliebhaber. Beeindruckend: die vollständig renovierte Lehmziegelpyramide Huaca Huallamarca (200 bis 500 n. Chr.) inmitten von Wohnhäusern. Das Barranco-Viertel bietet kleine Cafés («Tostaduria Bisetti»), Restaurants, Bars und Kunstgalerien sowie erfrischende Wandmalereien. Entlang der Bajada de los Baños (am Hang), die zum Pazifischen Ozean führt, reihen sich elegante, 100 Jahre alte Sommervillen.

28 Gänge bei Gaston Gaston Acurio ist einer der besten Köche Südamerikas. In seinem Gourmetlokal «Astrid & Gaston» zelebriert er eine revidierte peruanische Küche. Das 28-gängige Menü kostet um die 100 Dollar (www.astridygaston.com). Die perfekte Fusion von japanischer und peruanischer Küche erlebt man im «Maido» (www.maido.pe). «Mayta» ist die beste Pisco-Bar 2014 (Pisco, ein Destillat aus Traubenmost, ist das peruanische Nationalgetränk) und bietet gut 120 Pisco-Varianten an.

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