Marokko Orientalischer Zauber entlang der marokkanischen Küste

Die Hafenstädte Tanger, Rabat und Casablanca bieten eine Vielzahl an Kulturellen Schätzen, prächtigen Moscheen und kulinarischen Köstlichkeiten.
Tanger
© Corbis

Tanger, die Stadt der Gegensätze: Tradition wird ebenso gepflegt wie Fortschritt, gesprochen wird Spanisch und Arabisch.

Die Überfahrt vom spanischen Festland zum Tor von Afrika dauert nur eine halbe Stunde und schon ist man mitten im orientalischen Getümmel von Tanger. Zwischen Europa und Afrika sowie am Mittelmeer und am Atlantik gelegen, ist die marokkanische Hafenstadt geprägt vom Gassengewirr der Altstadt, dem Grand Socco, hinter dem sich der pulsierende Suk sowie die ständig vorbeigleitenden Ozeanriesen befinden. Beim Spaziergang durch die Kasbah (Festungsanlage) lohnt sich ein Besuch des ehemaligen Sultanspalasts Dar al Makhzen mit seinen Mosaiken, Stuckornamenten und Schnitzereien. Danach lässt es sich auf der Terrasse des Hotels Nord-Pinus bei einem Thé à la Menthe die Aussicht über die Dächer bis zur Strasse von Gibraltar geniessen.

Stilvoll übernachten Etwas ausserhalb direkt am Strand liegt das Mövenpick Hotel & Casino Malabata. Die grosszügigen Zimmer, alle mit Balkon, blicken auf die Bucht von Tanger und auf die von Palmen gesäumte Gartenpoolanlage. Im Restaurant Layali werden einheimische Gerichte unterm Zeltdach serviert, begleitet von Bauchtänzerinnen und traditioneller Livemusik.

Königsresidenz Rabat Die Hauptstadt Marokkos liegt rund drei Stunden weiter die Atlantikküste runter. Das Wahrzeichen der Millionenstadt ist der Hassan-Turm. Das Minarett gehört zu einer nie vollendeten Moschee aus dem 12. Jahrhundert, von der nur die Säulen errichtet wurden. Diese allerdings stehen heute noch. Gleich daneben liegt das prächtige Mausoleum zweier Könige. Romantikern gefällt die Kasbah Oudaya mit den in blau-weiss gehaltenen Gassen und den andalusischen Gärten. Bei Sonnenuntergang treffen sich hier die Einheimischen zum Stelldichein. Auch der weitläufige Sitz des Königs lässt sich besichtigen, allerdings nur von aussen. Apropos königlich: Golffans lassen sich den Royal Golf Dar Es Salam nicht entgehen. Der 18-Loch-Platz liegt in einem Korkeichenwald und gehört zu den schönsten weltweit.

Play it again, Casablanca. Das Handels- und Industriezentrum von Marokko hat touristisch nicht allzu viel zu bieten. Zwei Sehenswürdigkeiten der Superlative sollte man jedoch nicht verpassen: Die Moschee Hassan II. fasst 25 000 Gläubige, das Minarett ist mit 210 Metern das höchste weltweit, und bei schönem Wetter öffnet sich das Dach. Wem der Sinn mehr nach Weltlichem steht, ist in der Morocco Mall richtig, dem grössten Shoppingcenter Afrikas. Übrigens sucht man Spuren des Filmklassikers «Casablanca» vergeblich. Zwar gibts ein Rick’s Café, doch das wurde 2010 gebaut. Tröstlich: Die Einrichtung entspricht dem Original, das Essen ist gut.

Check-in
Übernachten Stilvoll: Mövenpick Hotel & Casino Malabata, Tanger Edel: «Dar Zouhour», Rabat Modern: «Kenzi Tower», Casablanca Essen Exklusiv: «La Tour Hassan», Rabat: Fischspezialitäten «Ostréa», Casablanca Filmreif: Rick’s Café, Casablanca Ausgehen «Mystic Garden», Casablanca Beste Reisezeit April bis November Weitere Informationen www.visitmorocco.com

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