Abenteuerferien im Norden Thailands Tempel, Trekking und Elefantenreiten

Individualtouristen sind im Norden Thailands richtig. Rund um die Provinzhauptstadt Chiang Mai, die wegen der schönen Landschaft auch Rose des Nordens genannt wird, lockt das Abenteuer.
Landschaft rund um Chiang
© Getty Images

Das fruchtbare, von Reisfeldern durchzogene Ping-Tal liegt am Fusse beeindruckender Gebirgszüge. Mittendrin Chiang Mai, mit rund 180 000 Einwohnern eine der grössten Städte Thailands. Die auch als «Rose des Nordens» bekannte Klein-Metropole ist ein geschäftiges Handelszentrum und berühmt für ihre handgefertigten Sonnenschirme, Silberwaren, Seidenstoffe oder aufwendigen Holzschnitzereien. Einen Besuch wert ist der gedeckte Nachtmarkt, der jeden Abend eine grosse Auswahl an Kleidung, Krimskrams und Souvenirs bietet. Wer internationale Marken sucht, ist in den Einkaufszentren entlang der Huay Kaeo Road richtig. Keinesfalls verpassen sollte man den Besuch der zahlreichen Wats, wie die buddhistischen Tempelanlagen genannt werden. Besonders reizvoll ist der Wat Phra That Doi Suthep, den man nur über 400 Treppenstufen erreicht, dafür ist der Ausblick über die Stadt spektakulär.

Ein Paradies für Abenteuerlustige Die Landschaft der Provinz Chiang Mai gehört zu den schönsten Thailands. Und bietet mit ihren bewaldeten Bergen, Dschungelgebieten und Flussläufen Outdoor-Begeisterten, was das Herz begehrt: mehrtägige Trekkingtouren durch das Gebiet ursprünglicher Bergvölker, Bootsfahrten, Rafting oder Elefantenreiten. Ein unvergessliches Erlebnis ist es, einen ganzen Tag mit den Dickhäutern zu verbringen, wie es die Patara Elephant Farm anbietet. Nach der Fütterung werden die Tiere im Flussbecken sauber geschrubbt, danach steht ein stündiger Ritt durch dichtes Waldgebiet mit anschliessendem Mittagessen auf dem Programm. Es empfiehlt sich, vorne zu sitzen, da traditionell ohne Sattel geritten wird und sich die Wirbelsäule des Elefanten mit dem Steissbein der Touristen nicht verträgt.

Goldenes Dreieck Rund 180 Kilometer weiter nördlich liegt Chiang Rai. Hauptattrak tion des etwas verschlafenen Städtchens ist der weisse Tempel Wat Rong Khun, der von Thailands berühmtesten Künstler gestaltet worden ist und an dem seit Jahren immer weitergebaut wird. Unzählige kleine Spiegel verzieren die verschnörkelte, ganz in Weiss gehaltene Tempelanlage, die punkto Kitsch an Schloss Neuschwanstein erinnert. Chiang Rai ist auch das Tor zum Dreiländereck von Thailand, Laos und Myanmar und erlangte durch den Opiumanbau zweifelhaften Ruhm. Heute wird anstelle von Schlafmohn häufig Kaffee, Obst und Gemüse angebaut. An die verheerenden Zeiten der Opiumkriege im 19. Jahrhundert erinnert ein Museum im Golden Triangle Park. Die multimediale Aufbereitung der Folgen des Opiummissbrauchs ist eindrücklich und sehenswert.

Check-in
Anreise:
Thai Airways fliegt täglich direkt von Zürich nach Bangkok, weiter nach Chiang Mai (mehrmals täglich)
Hotels in Chiang Mai: Zentral: «Tamarind Village», DZ ab CHF 160.–, www.tamarindvillage.com. Parkähnliche Anlagen, rund eine halbe Stunde ausserhalb gelegen: Hotel Veranda, DZ ab CHF 150.– (bis 31. 3. bis 30 Prozent Rabatt), www.verandaresortandspa.com und SibSan Resort, DZ ab CHF 130.–, www.sibsanresort.com
Elefantencamp: www.pataraelephantfarm.com
Beste Reisezeit: Ganzjahresdestination, mit Ausnahme von September (Regenzeit)

 
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